Forderung an AMK: Schweinehalter unterstützen!
Schweinekrise: BBV erhöht den Druck auf allen Ebenen durch Initiativen in Politik und Markt
Nach nur kurzer und leichter Erholung ist der Schweinepreis Mitte September erneut drastisch um 15 Cent auf 1,45 € je kg Schlachtgewicht eingebrochen. Ein fatales Signal an die Schweinehalter, deren Durchhaltvermögen schon mehr als ausgereizt ist. Jeglicher leicht aufkeimende Optimismus wurde so brutal zunichte gemacht.
AMK: Hilfen jetzt beschließen!
Der BBV kämpft umso mehr für dringend nötige Unterstützungssignale aus der Politik. BBV-Präsident Felßner hat aktuell noch einmal eindringlich an Staatsministerin Michaela Kaniber als Vorsitzende der AMK appelliert, in der Agrarministerkonferenz (AMK) in Würzburg diese Woche konkrete und schnell wirksame Maßnahmen zur Unterstützung der Schweinehalter zu beschließen.
Was jetzt konkret nötig ist:
- Mit Blick auf die anstehenden Pachtzahlungen ist ein Vorziehen der EU-Direktzahlungen zur Liquiditätssicherung nötig.
- Außerdem muss die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, indem die nationalen Alleingänge bezüglich Umbaufristen für Deckzentrum und Abferkelbereich ausgesetzt und an noch zu beschließende EU-Fristen angepasst werden.
- Und spätestens mit der Ablehnung der EU-Kommission zum Änderungsentwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes muss endlich ein Schlussstrich gezogen und das Tierhaltungskennzeichnungssesetz abgeschafft werden.
Weitere Forderungen finden sich im 8-Punkte-Plan zur Rettung der Schweinehaltung.
Druck auf allen Ebenen: Wie sich der BBV für Bayerns Schweinehalter einsetzt
Aufgrund der dramatischen Lage hat der Bayerische Bauernverband seine Aktivitäten in den vergangenen Monaten nochmals deutlich intensiviert. Neben politischen Gesprächen mit der Bayerischen Staatsregierung und einer Initiative auf Bundesebene setzt sich der Verband auch innerhalb der Wertschöpfungskette für mehr Fairness und Verlässlichkeit ein.
Ziel bleibt, die akute Krise zu überwinden und der heimischen Schweinehaltung wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. Der BBV treibt seine Initiativen zur Bewältigung der Schweinekrise auf Landes-, Bundes- und Branchenebene konsequent voran:
An diesen Fronten kämpft der BBV für die bayerischen Schweinehalter:
Wir bleiben dran!
Für den Bayerischen Bauernverband ist klar: Die aktuellen Preisverwerfungen dürfen nicht zum weiteren Rückzug der heimischen Schweinehaltung führen.
Neben kurzfristigen Liquiditätshilfen braucht es faire Marktbedingungen, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, verlässliche Investitionsperspektiven und den Abbau nationaler Wettbewerbsnachteile.
Der BBV wird seine politischen und brancheninternen Aktivitäten deshalb konsequent fortsetzen, bis spürbare Verbesserungen für die schweinehaltenden Betriebe erreicht sind!