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Erneuter Rückgang beim Schweinepreis und EU-Markt weiter unter Druck

Schweinekrise: So kämpft der BBV für den Fortbestand der bayerischen Schweinehaltung

29.10.2026 (Aktualisiert am 04.11.2026) | Die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter bleibt dramatisch. Nach dem weiteren Preisrückgang am Schweinemarkt letzte Woche erhöht der Bauernverband seinen Druck auf Markt und Politik. Ein Überblick zur aktuellen Lage und zu Aktivitäten des BBV für die krisengebeutelte Branche:

Hintergrund

Während auf dem Veredlungstag von verschiedenen Seiten noch mahnend darauf hingewiesen wurde, dass die Schlachtunternehmen nicht an dem Ast sägen sollten, auf dem sie selbst mit sitzen, haben die großen Schlachtunternehmen vergangene Woche erneut eine Preissenkung durchgesetzt.  So wird weiter Wertschöpfung vernichtet und die ohnehin extrem angespannte Liquiditätslage der Schweinehalter verschärft. 

Auch die Lage an den EU-Schlachtschweinemärkten bleibt laut AMI angespannt. Einer verhaltenen Nachfrage steht ein ausreichendes bis steigendes Angebot an Schlachtschweinen gegenüber. Gleichzeitig belasten schwierige Exportgeschäfte mit Drittländern die Vermarktung von Schweinefleisch. In Frankreich, Spanien und Italien sorgen höhere Schlachtgewichte beziehungsweise ein größeres Schweineaufkommen für zusätzlichen Preisdruck. Daher wird an den europäischen Schweinemärkten kurzfristig überwiegend mit weiter sinkenden Preisen gerechnet.

Was die bayerischen Schweinehalter jetzt brauchen: im 8-Punkte-Plan zur Rettung der Schweinehaltung.

 

Druck auf allen Ebenen: Wie sich der BBV für Bayerns Schweinehalter einsetzt

Nach dem weiteren Preisrückgang am Schweinemarkt letzte Woche erhöht der Bauernverband seinen Druck auf Markt und Politik. So hat der BBV seine Aktivitäten in den vergangenen Monaten nochmals deutlich intensiviert. Neben politischen Gesprächen mit der Bayerischen Staatsregierung und einer Initiative auf Bundesebene setzt sich der Verband auch innerhalb der Wertschöpfungskette für mehr Fairness und Verlässlichkeit ein. 

Die politischen Forderungen von Liquiditätshilfen bis Aussetzen der Umbaufristen wurden zuletzt beim DBV-Veredelungstag noch einmal mit allem Nachdruck an die Bundespolitik bzw. direkt den Bundesminister herangetragen.

Aktuell haben außerdem die Spitzengremien des Deutschen Bauernverbandes in Berlin intensiv über Lösungsansätze und Unterstützung in dieser beispiellosen Krise für die Schweinehalter beraten. BBV-Generalsekretär von Butler berichtet: „Wir brauchen jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung der Branche und insbesondere ein Signal des LEH. Dazu soll es sehr zeitnah ein Spitzengespräch mit dem LEH geben. Die Zeit drängt, sonst werden wir viele Ferkelerzeuger und Schweinemäster in Deutschland, aber leider gerade auch in Bayern verlieren“.
 

Ziel bleibt, die akute Krise zu überwinden und der heimischen Schweinehaltung wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. Der BBV treibt seine Initiativen zur Bewältigung der Schweinekrise auf Landes-, Bundes- und Branchenebene konsequent voran:

So kämpft der BBV für die bayerischen Schweinehalter - Überblick über die wichtigsten Aktivitäten in 2026

Wir bleiben dran!

Für den Bayerischen Bauernverband ist klar: Die aktuellen Preisverwerfungen dürfen nicht zum weiteren Rückzug der heimischen Schweinehaltung führen. 

Neben kurzfristigen Liquiditätshilfen braucht es faire Marktbedingungen, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, verlässliche Investitionsperspektiven und den Abbau nationaler Wettbewerbsnachteile.

Der BBV wird politisch und branchenintern konsequent aktiv bleiben, bis spürbare Verbesserungen für die schweinehaltenden Betriebe erreicht sind!

 

© Julia Mantler / BBV 2026-09-24_Demo AMK Würzburg Forderungen Schwein
Würzburg im Herbst 2026: Zwei Teilnehmer der BBV-Kundgebung zur Agrarministerkonferenz protestieren gegen die desaströs niedrigen Schweinepreise.

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