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Schweine
© BBV-Canva

Fleischgipfel in Berlin: Politischer Flankenschutz für Schweinehalter nötig!

BBV-Tierhaltungspräsident Jäger warnt vor Strukturbruch und Verlust der regionalen Erzeugung

26.02.2026 | Vor einem massiven Strukturbruch warnte Siegfried Jäger, Tierhaltungspräsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV) anlässlich des Fleischgipfels, zu dem Bundeslandwirtschaftsminister Rainer Vertreter von Verbänden und Unternehmen aus der Branche am 25. Februar kurzfristig nach Berlin eingeladen hatte.

Auch Siegfried Jäger hatte aus Bayern teilgenommen. Im Fokus des Gipfels: Schweinehaltung und Schweinefleischerzeugung, die sich aktuell in einer sehr schwierigen Phase befinden – sowohl mit Blick auf den Markt als auch auf die politischen Rahmenbedingungen.  Insbesondere die Sauenhaltung kämpft in einem angespannten Marktumfeld mit der Bewältigung der hohen Kosten für Um- oder Neubau von Ställen – eine Aufgabe, die aufgrund erhöhter gesetzlicher Auflagen zwingend und innerhalb eines festen Zeitrahmens umzusetzen ist. „Ohne politischen Flankenschutz durch wirksame Förderprogramme einschließlich einer erweiterten Härtefallregelung sowie schnelle und einfache Genehmigungsverfahren droht ein erneuter, massiver Strukturbruch“, so Tierhaltungspräsident Jäger. 

Bereits in den letzten fünfzehn Jahren  – also zwischen 2010 und 2025 – haben allein in Bayern 4.300 von 7.600 schweinehaltenden Betriebe aufgehört. Das entspricht knapp 60 Prozent der Betriebe. Die Zahl der gehaltenen Schweine hat sich in diesem Zeitraum um 30 Prozent, das heißt, um über eine Million Schweine verringert. Bei den Zuchtsauen ist der Rückgang noch massiver: Mehr als zwei Drittel der Sauenhalter haben in den letzten fünfzehn Jahren ihren Betrieb aufgegeben. Von 4.300 Sauenhaltern im Jahr 2010 sind aktuell nur noch 1.230 übrig. "Konkret heißt das: Bayerische Ferkel werden immer mehr zur Mangelware und die Erzeugung von bayerischem Schweinfleisch ist akut in Gefahr", so Jäger.