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Die Hütte brennt – Politik und Markt gefordert

Knapp 500 Schweinehalter beim DBV-Veredlungstag in Bayern am 27. Oktober 2026

27.10.2026 | So viele Teilnehmer wie am Dienstag hatte der DBV-Veredlungstag seit über 10 Jahren nicht mehr. Dass knapp 500, in der Mehrzahl bayerische Schweinehalter am Dienstag nach Essenbach in Niederbayern gekommen sind, ist leider auch ein Alarmsignal.

Die Situation für Ferkelerzeuger und Schweinemäster ist aktuell dramatisch, wie es BBV-Tierhaltungspräsident Siegfried Jäger im Pressegespräch der Veranstaltung formulierte: „Die Hütte brennt“. In der gemeinsamen Pressemeldung unterstreicht er die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen für die Tierhalter: „Bayerns Schweinehalter sind Familienbetriebe, die für regionale Erzeugung stehen und auch in Zukunft die Verbraucher mit heimischem Schweinfleisch versorgen möchten. Im Schraubstock zwischen dramatisch gefallenen Erzeugerpreisen und stark gestiegenen Kosten ist die Existenz vieler Ferkelerzeuger und Schweinmäster akut bedroht.“ (Hier weiterlesen, wie sich der BBV für die Schweinebranche einsetzt.)

Zahlreiche Anliegen richteten die Teilnehmer an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, der aufgrund des zeitgleich tagenden EU-Agrarrats live zugeschaltet war. Persönlich anwesend war dessen Abteilungsleiter Prof. Dr. Haunhorst, der sich in der Podiumsdiskussion den Fragen und Sorgen der Schweinehalter stellte.
 

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„Die Hütte brennt", so BBV-Tierhaltungspräsident Siegfried Jäger zur aktuellen Situation der Schweinehalter.

Das fordert die Branche

Die drängendste Forderung sind schnelle und einfache Liquiditätshilfen, die direkt auf den Betrieben ankommen. Ansonsten drohen gerade Betriebe in die Knie zu gehen, die in neue Ställe investiert hatten. Landesbäuerin Christine Singer und DBV-Veredlungspräsident Beringmeier bekräftigten eindringlich, dass hier höchste Eile geboten sei. 

Für eine Perspektive für die Ferkelerzeuger ist es außerdem nötig, die Umbaufristen für Deckzentrum und Abferkelbereich zu verschieben und zu synchronisieren. Kurz gesagt: Gleichklang im EU-Wettbewerb statt nationaler Fußfesseln. 

Handlungsbedarf sehen die Teilnehmer aber auch auf dem Markt. Insbesondere Preisfindung, Preisabsicherung und Verteilung von Wertschöpfung entlang der Kette sind hier die Brennpunkte. "Wir brauchen langfristig Preismodelle, damit Betriebe ein gesichertes Einkommen haben, um so besser planen und investieren zu können", sagte Willi Wittmann, Ehrenvorstand der EG Südbayern. Kritik und Forderungen richteten die Schweinehalter insbesondere auch an die Schlachtwirtschaft und den Lebensmitteleinzelhandel. Sowohl Stefan Müller von Müller Fleisch als auch Norbert Marcher von Marcher Fleischwerke gingen auf diese Themen ein und wiesen auf Überlegungen in ihren Unternehmen zu Preisabsicherungsstrategien hin. 

 

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Live zugeschaltet beantwortet Bundesminister Alois Rainer Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DBV-Veredlungstags 2026.

Über den DBV-Veredlungstag

Der DBV-Veredlungstag ist eine Fachtagung, die sich an Schweinehalter und Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette Schweinefleisch aus ganz Deutschland richtet. Zur Meldung des Deutschen Bauernverbands.

Rückschau: Vergangene Veredlungstage in Bayern