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14.07.2017 Schwein

Afrikanischer Schweinepest vorbeugen!

Vorsicht: Fälle der afrikanischen Schweinepest nehmen zu

Die Zahl der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei verendeten Wildschweinen im Südosten Tschechiens ist nach Angaben des Internationalen Tierseuchenamts auf 25 angestiegen. Wie der Seuche nun entgegengetreten werden muss, war jetzt Anlass für eine Besprechung im bayerischen Umweltministerium...
Ein Schritt, um die Gefahr durch die afrikanische Schweinepest einzudämmen, stellt die konsequente Bejagung von Schwarzwild in Bayern dar...
© BBV
 
Es muss alles daran gesetzt werden, um eine Einschleppung der Seuche nach Deutschland zu verhindern. Neben der konsequenten Anwendung von Biosicherheitsmaßnahmen in der Haltung - besonders auch bei Auslauf, Freiland und Stroheinstreu - und der Vermarktung von Schweinen fällt das Augenmerk besonders auf den Fernverkehr und die Jagd. Reisende, LKW-Fahrer und Saisonarbeiter sollten auf keinen Fall Lebensmittel aus osteuropäischen Ländern oder Sardinien mitbringen. Auf Jagdreisen in die betroffenen Regionen sollte verzichtet werden.

Um das Entstehen von Infektionsketten von vornherein zu verringern, sind die Wildschweinbestände in ganz Bayern wirksam zu reduzieren. Dazu sind alle zulässigen Maßnahmen wie revierübergreifende Bewegungsjagden, Nachtzieltechnik oder Saufänge einzusetzen. Die Landwirte sollen jetzt auf ihre Jäger vor Ort zugehen und sie auf die zwingende Notwendigkeit einer noch intensiveren Bejagung hinweisen.

„Angesichts der Seuchengefahr stehen die Behörden in der Verantwortung und sollten diese Maßnahmen genehmigen. Der Staat sollte die Gebühren für die Trichinenuntersuchung von Wildschweinen übernehmen, den Jägern flächendeckend Entsorgungslösungen für den Aufbruch anbieten, wie das einige Landkreise schon vorbildlich umsetzen, und Biosicherheit an den Straßen und Parkplätzen gewährleisten“, forderte BBV-Veredelungspräsident Gerhard Stadler anlässlich der jüngsten Sitzung der BBV-Arbeitsgruppe Schwein. „Neben den Schweinehaltern bitten wir besonders auch Transportunternehmer, Reisende und Jäger um die gebotene Vorsicht und Mithilfe“, sagte Stadler. Schweinehalter sollten über eine Ertragsschadenversicherung nachdenken.

Die Fachleute der BBV Service (Tel.: 089 / 54 43 56-0) stehen zur Beratung bereit.

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