FAQ: Trockenheit in Bayern
Aktuelle Situation auf den Feldern – Antworten auf die häufigsten Fragen
Das Jahr 2026 entwickelt sich erneut zu einem Extremjahr für die bayerischen Ackerbauern. Nach einem extrem niederschlagsarmen April verstärkte sich die Trockenheit im Mai noch weiter.
Antworten auf die häufigsten Fragen
Viele Landwirte mussten ihre Ernteerwartungen bereits deutlich nach unten korrigieren.
Wie die Ernte jedoch am Ende ausfallen wird, lässt sich erst in den kommenden Wochen solide abschätzen.
Die landwirtschaftlichen Betriebe hängen existenziell von den Ernteerträgen ab. Das gilt für reine Ackerbauern ebenso wie für Tierhalter, die auf das Grundfutter angewiesen sind.
Die wetterbedingten Ertragsrisiken treffen die Betriebe heuer in einer ohnehin belastenden wirtschaftlichen Situation:
Während die Produktionskosten durch anhaltend hohe Dünger- und Treibstoffpreise steigen, bleiben die Erzeugerpreise auf einem viel zu niedrigen Niveau.
Landwirte beobachten die Lage sehr genau und gehen mit der Ressource Wasser verantwortungsvoll um. Langfristig setzt die Landwirtschaft vor allem darauf, Wasser besser in der Fläche zu halten.
Entsprechende Maßnahmen sind unter anderem reduzierte Bodenbearbeitung, wie Mulchsaat, Maßnahmen zum Humusaufbau, wie Zwischenfrüchte und Untersaaten. Vielfältigere Fruchtfolgen und moderne Sorten steigern die Klimaresilienz.
Auch gemeinschaftliche Lösungen werden wichtiger, etwa über Wasser- und Bodenverbände oder regionale Bewässerungskonzepte. Darüber können Wasserbereitstellung, Speicherung, Verteilung und Nutzung besser koordiniert werden. Ziel ist, dass Niederschläge besser versickern, Böden weniger austrocknen und Wasser länger pflanzenverfügbar bleibt.
Ein wichtiger Punkt ist dabei auch: Landwirtschaftlich genutzte Flächen bleiben offene, unversiegelte Böden. Sie können Wasser aufnehmen und speichern. Bebautes oder versiegeltes Gebiet leistet das in dieser Form nicht. Damit bleiben landwirtschaftliche Flächen auch für den Wasserhaushalt wichtig.
Unsere Betriebe brauchen jetzt dringend einen ergiebigen, gleichmäßigen Landregen.
Starkregen hingegen wäre fatal. Die ausgetrockneten Böden könnten die Wassermassen nicht aufnehmen, was zu Erosion führen und den geschwächten Kulturen endgültig den Rest geben würde.
Kontaktieren Sie die BBV-Kommunikation unter Tel: (089) 55 873 - 209 oder per Mail: kommunikation@bayerischerbauernverband.de