„Jetzt Landwirtschaft stärken und Versorgung sichern“
Delegierte aus Oberfranken beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg
„Gemeinsam mit 8 weiteren Ehrenamtlichen des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) vertreten wir oberfränkischen Delegierten beim Deutschen Bauerntag in Freiburg die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe aus ganz Bayern“, erklärt Hermann Greif, Präsident des BBV Bezirksverbandes Oberfranken. „Vor dem Hintergrund von aktuell viel zu niedrigen Erzeugerpreisen auf den Agrarmärkten und gleichzeitig massiv gestiegenen Betriebsmittelkosten, ist die wirtschaftliche Lage auf den Betrieben zunehmend angespannt bis kritisch“, verdeutlicht Greif, selbst praktischer Landwirt aus dem Landkreis Forchheim.
Die bayerische und deutsche Landwirtschaft steht weiter unter dem Druck geopolitischer Krisen. Zwar hat die Bundesregierung in einem ersten Schritt die Energiesteuer auf Diesel ab der Verbrauchsmenge für 2026 wieder um die volle Erstattungshöhe gesenkt. Aber weitere Entlastungen müssen folgen, meldet der Bauernverband. Einen 5-Punkte-Katalog hat die landwirtschaftliche Berufsvertretung bereits in ihrer Frühjahrstagung der Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner beschlossen und an die Bayerische Staatsregierung, die Bundesregierung und die EU-Kommission herantragen.
„Unter dem Motto ‚Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern‘ diskutieren wir als Berufsstand in Freiburg mit der Bundespolitik über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland“, so Beate Opel, Bezirksbäuerin in Oberfrankenfranken. „Mit Spannung erwarten wir die Rede von Bundeslandwirtschaftsminister Rainer am Donnerstag auf dem Deutschen Bauerntag 2026“, erklärt die Bezirksbäuerin.
In der offenen Diskussion mit dem Landwirtschaftsminister will der Bauernverband deutlich machen, dass die deutschen Bäuerinnen und Bauern unter anderem steuerfreie Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft und eine echte Standortpolitik pro Tierhaltung brauchen, damit die Betriebe weiter wirtschaftlich arbeiten können und damit die Ernährungssicherung in Deutschland sicherstellen.
„Wir fordern auch endlich ein Ende der Überregulierung und Bürokratisierung unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe, zum Beispiel durch ein Aussetzen und Überarbeiten der Naturwiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene“, betont Hermann Greif. „Zudem ist das nationale Düngerecht grundlegender für mehr Praxistauglichkeit zu überarbeiten und es muss künftig auf rote Gebiete verzichtet werden,“ macht Greif deutlich.
Die aktuellen Forderungen des Berufsstandes sollen in der „Freiburger Erklärung“ zum zentralen Thema der Finanzierung und Gestaltung der EU-Agrarpolitik von 2028 bis 2024 an die Politik adressiert werden. Daneben werden auf dem Deutschen Bauerntag in Foren Themen wie die Naturwiederherstellungsverordnung, Tierhaltung und Sonderkulturen diskutiert.
Zum Deutschen Bauerntag kommen alle Delegierten der 18 Landesbauernverbände einmal jährlich zusammen. Der Austragungsort wechselt immer zwischen den einzelnen Landesbauernverbänden.