Schweinehalter am Abgrund: Jetzt sofort handeln!
BBV-Präsidium verabschiedet 8-Punkte-Plan zur Rettung der bayerischen Schweinehalter
Sofort muss die Liquidität der Schweinehalter gestützt werden, bevor es zu spät ist. Hier fordert der BBV ein Liquiditätshilfeprogramm mit Zinszuschüssen, steuerliche Hilfsmaßnahmen und eine Abschlagszahlung auf die Direktzahlungen im Oktober. „Nur eine schnelle Akuthilfe kann das sofortige Aus vieler Betriebe verhindern“, betont BBV-Präsident Günther Felßner.
Als weiteren großen wichtigen Punkt muss Deutschland den geltenden nationalen Allleingang mit Übergangsfristen 2029 für den Umbau des Deckzentrums und 2036 für die Abferkelbucht stoppen. „EU-weit wird es Regelungen zur Schweinehaltung geben. Das hat die gerade veröffentlichte EU-Nutztierstrategie bestätigt. Wenn wir uns nicht an die noch zu beschließenden EU-weiten Inhalte und Fristen anpassen, werden unsere Sauenhalter in dem derzeitigen brutalen Verdrängungswettbewerb im EU-Binnenmarkt mit solchen gravierenden Zusatzbelastungen aus dem Rennen geworfen“, warnt Felßner und fügt hinzu: „EU-Regelungen dürfen nur 1:1 in nationales Recht umgesetzt und nicht zusätzlich verschärft werden.“
Weitere Forderungen des BBV betreffen die Willkommenskultur für Investitionen, z.B. mit schnellen Genehmigungsverfahren, ein Sonderförderprogramm für Sauenhalter, mehr Verbindlichkeit und Fairness in der Wertschöpfungskette und eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung.
Politik wie Marktpartner müssen diese Maßnahmen jetzt schnell und konsequent umsetzen. Sonst geht den Schweinehaltern die Luft aus. Und ohne bayerische Schweinehalter gibt es kein bayerisches Schweinfleisch mehr. Zum vollständigen 8-Punkte-Plan