PRESSEMITTEILUNG

© Philipp Pilz | unsplash.com
Wolf

Beim Umgang mit dem Wolf besteht Handlungsbedarf!

Verbände fordern angemessenes Wildtiermanagement
29.04.2021 |

„Wölfe vermehren sich rasant und breiten sich ungehindert aus. Der in früheren Jahren formulierte Zielwert für Deutschland von 1000 Wölfen ist längst erreicht. Jetzt muss der Zustand der Wolfspopulation im gesamten europäischen Raum erneut festgestellt werden, um den Schutzstatus neu bewerten zu können“, betont BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler. Die immer häufiger auftretenden Nutztierrisse besorgen die bayerischen Weidetierhalter extrem. Köhler: „Ein Nebeneinander von Weidetieren und von Wolfsrevieren ist nicht möglich. Mit der Rückkehr des Wolfes und seinen starken Schutzstatus wird die von der Gesellschaft gewünschte Weidetierhaltung in Frage gestellt.“

Gemeinsam fordern die Verbände die Regierung auf, alle in Bayern möglichen Maßnahmen zum Herdenschutz voll auszuschöpfen, um die Weidetierhalter bestmöglich zu unterstützen. „Dazu gehört für uns auch, sämtliche Schäden grundsätzlich zu entschädigen, wenn ein Wolf als Verursacher nicht auszuschließen ist, unabhängig von den erfolgten Schutzmaßnahmen“, schreiben die Verbände. Zudem müsse Herdenschutz dauerhaft und nicht nur zeitlich befristet gefördert werden, ebenso sämtliche laufende Kosten (auch Arbeitskosten) und wirksame Maßnahmen. Dafür aufkommen solle die Allgemeinheit – mittels Steuerfinanzierung der Herdenschutzmaßnahmen.

Eindringlich und auch emotional bitten die Verbände die Politik um ihren Einsatz für die Weidetierhaltung: „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir in dieser historischen Ausnahmesituation die Weichen so stellen, dass unsere Weidetierhaltung in Bayerns Kulturlandschaft erhalten bleibt und unsere nachfolgenden Generationen noch Weidewirtschaft erleben und praktizieren können!“


Den Brief können Sie hier herunterladen.

 

Ihr Kontakt beim BBV