Ernährung & Verbraucher

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Kinder fahren eine Schubkarre mit Stroh

Landwirtschaft und Schule

Wie wird Landwirtschaft für Kinder interessant?

Deshalb ist es so wichtig, dass über verschiedene Programme und Angebote bereits mehrere hundert Bauernfamilien regelmäßig im Dialog mit Lehrkräften und Schüler*innen sind. Wir freuen uns über das bisherige Engagement. Mit den verpflichtenden Projektwochen „Schule fürs Leben“ besteht die Möglichkeit, diese Kontakte weiter auszubauen und zu intensivieren. Außerdem haben damit weitere Betriebe die Chance, sich für den Bereich Schule zu öffnen.

Mit ihren Angeboten für Lehrer*innen und Schulklassen wollen Bäuerinnen und Bauern Einblick geben in die regionale Land- und Forstwirtschaft und in ihre Arbeitsmethoden. Lehrkräfte erhalten Anregungen, wie sie Themen aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Natur, Umwelt und gesunde Ernährung im Unterricht umsetzen können.
Im Bereich Schule gibt es vielfältige Anknüpfungspunkte, um landwirtschaftliche Themen anzusprechen. Das Projekt „Landfrauen machen Schule“, der Kindertag der Landfrauen, Bauernhof als Klassenzimmer oder die Angebote der qualifizierten Erlebnisbauernhöfe sind etablierte Aktionen, für deren Fortführung wir uns einsetzen. Gerade die Exkursionen von Schulklassen auf Bauernhöfe als besondere außerschulische Lernorte vermitteln Kindern und Jugendlichen authentische und intensive Eindrücke und können zu sehr nachhaltigen Wissens- und Persönlichkeitsentwicklungen beitragen. Die Angebote mit handlungsorientiertem Lernen, das Lernen mit Kopf, Herz und Hand, sowie Themen, die fächerübergreifendes und kompetenzorientiertes Lernen ermöglichen, lassen sich sehr gut mit den Anforderungen des neuen LehrplanPlus verknüpfen.

Wenn Sie, unsere Bauernfamilien, überlegen, in den Dialog mit Lehrkräften und Schüler*innen einzusteigen, ist es hilfreich, sich vorab einmal mit Berufskolleginnen und Berufskollegen auszutauschen, die bereits über entsprechende Erfahrungen verfügen. Auskunft über Betriebe in Ihrem Landkreis geben die BBV-Geschäftsstellen. Eine Übersicht über zugelassene Erlebnis-Bauernhof-Betriebe finden Sie auf den Seiten der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Auch in der Interessengemeinschaft IG Lernort Bauernhof finden Sie Betriebe, die sich für den Dialog zwischen Landwirtschaft und Schule einsetzen. Informationen erhalten Sie auch bei den Landfrauen im Generalsekretariat des Bayerischen Bauernverbandes und bei den Kreisbäuerinnen.

 

Lernort Bauernhof in Corona-Zeiten

Die Lerneinheiten in der Schule und auf dem Hof können aktuell aufgrund der Corona-Pandemie nur in stark reduzierter Anzahl stattfinden.

Außerschulische Veranstaltungen wie zum Beispiel Kindergeburtstage, Naturführungen, Sommerferienprogramm sind in Abhängigkeit von den gerade gültigen Infektionsschutzregelungen und unter entsprechenden Auflagen (unter anderem Hygienekonzept) möglich. Hinweise für die Betriebe stehen Ihnen in unseren fortwährend aktualisierten Corona Fragen und Antworten zur Verfügung.

Für Schulen stellt die BBV-Landfrauengruppe ein digitales Angebot zur Verfügung, das Sie ab sofort abrufen können. Die sechs Erklärvideos zu den Themen Kartoffeln, Milch, Getreide, Fleisch, Eier sowie Obst und Gemüse sind für den Einsatz im Grundschulbereich geeignet.

 

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Kinder schütteln Butter

Projekt „Landfrauen machen Schule“ und „Bauernhof als Klassenzimmer“

Die Angebote des Bayerischen Bauernverbandes mit „Bauernhof als Klassenzimmer“ und dem Projekt der Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband „Landfrauen machen Schule“ sprechen im Schwerpunkt den Grundschulbereich an.

Das Projekt „Landfrauen machen Schule“ besteht aus dem Unterricht in der Schule, den die Ernährungsfachfrau zusammen mit der Lehrkraft abhält, und einer Bauernhofexkursion. Dafür stehen ausgearbeitete Stundenbilder zu den Themen Obst und Gemüse, Kartoffel, Fleisch, Milch, Käse und Eier zur Verfügung. Das Ziel ist, den Kindern eine ausgewogene Ernährung mit  heimischen Lebensmitteln nahezubringen. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auf www.landfrauen-machen-schule.de.

Bei Interesse, selbst als Ernährungsfachfrau beim Projekt „Landfrauen machen Schule“ mitzuwirken oder Kindern im Rahmen des Projekts den Hof zu zeigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Geschäftsstelle oder nehmen Sie Kontakt zur Landfrauengruppe im Bayerischen Bauernverband auf. Wichtig ist die Versicherung der teilnehmenden Betriebe. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind die Höfe abgesichert.

Sollte eine Schule bei Ihnen anfragen, halten Sie bitte immer Rücksprache mit der Geschäftsstelle.

 

 

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Kinder sitzen im Kreisunterm Apfelbaum

Qualifizierungsangebote des bayerischen Landwirtschaftsministeriums

Bei Interesse, die Angebote für Schulen in Richtung Erwerbskombination weiter zu entwickeln, ist die mehrtägige Qualifizierung zur Erlebnisbäuerin bzw. zum Erlebnisbauern empfehlenswert, die das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten anbietet. Auch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erteilen nähere Auskünfte über erlebnisorientierte Qualifizierungsmaßnahmen für landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer. An den Ämtern erhalten Sie auch Informationen zu 1-tägigen Einführungen, wenn Sie Ihren Hof für Schulklassen öffnen wollen. Auch Fortbildungen zu diesem Thema können genutzt werden.

Zu bedenken sind auch die gesetzlichen Vorschriften. Um zu prüfen, ob die eigene Betriebshaftpflicht ausreicht, wenden Sie sich bitte an Ihre Berufsgenossenschaft oder an Ihre Geschäftsstelle. Für aktuelle Informationen zum Thema Hygiene (Hygieneleitfaden) nehmen Sie bitte ebenfalls Kontakt mit der zuständigen Geschäftsstelle auf.

 

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Kinder und ein Pferd

Kindertag auf bayerischen Bauernhöfen

Alle zwei Jahre veranstalten die Landfrauen den Kindertag auf bayerischen Bauernhöfen. Bei diesem Aktionstag können die Kinder Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben und erhalten einen ersten Einblick in das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof. Der Kindertag wird von Kindertagesstätten und schulvorbereitenden Einrichtungen sehr gerne angenommen. Wollen Sie nicht auch beim nächsten Kindertag mitmachen? Dann melden Sie sich bitte bei Ihrer BBV-Geschäftsstelle. Dort bekommen Sie alle weiteren Informationen. Die Orts- und Kreisbäuerinnen gehen dann direkt auf interessierte Einrichtungen zu.

 

 

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Menschen stehen auf Grünland

Mit Lehrkräften ins Gespräch kommen

Vielfach bestehen vor Ort bereits Kontakte zu Schulen und Lehrkräften. Denn, ein guter Draht zahlt sich immer aus. Wenn Sie sich mehr mit diesem Thema beschäftigen wollen, dann wenden Sie sich bitte an Ihre Kreisbäuerin.  

Jeder sollte seine Möglichkeiten vor Ort nutzen, um mit Lehrer*innen ins Gespräch zu kommen. So könnte Lehrkräften der eigenen Kinder ein Besuch der Klasse auf dem Betrieb angeboten werden oder auch einmal eine Stunde „Bauernhof geht in die Schule“ durchgeführt werden. Weitere Anknüpfungspunkte wären:

  • Lehrergespräche zu aktuellen Themen der Landwirtschaft: zum Beispiel mit der Schulleitung / dem Lehrerkollegium / dem Fachkollegium – Lehrplaninhalte mit Bezug zur Landwirtschaft darstellen
  • eine kurze Hofführung für interessierte Lehrer*innen
  • Unterstützung bei schulinternen Lehrerfortbildungen (Schilf)
  • landwirtschaftliche Expert*innen zu Fachthemen für den Unterricht vermitteln
  • Mitwirken von Haupt- und Ehrenamt an Schulveranstaltungen (zum Beispiel bei Diskussionsrunden zu „unseren“ Themen)
  • Veranstaltung für Lehrer*innen an landwirtschaftliche Messen oder Ausstellungen anbinden (zum Beispiel beim Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest).

 

Thema Landwirtschaft in Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien

Gute Kontakte sind dann besonders wertvoll, wenn es um die Behandlung kritischer Themen geht. Diskussionen entzünden sich immer wieder, wenn landwirtschaftliche Themen in Schulbüchern oder Arbeitsblättern einseitig, veraltet oder in Schwarz-Weiß-Malerei dargestellt werden. Unter diesen Umständen wenden Sie sich bitte an Ihre Geschäftsstelle. Bieten Sie der Lehrkraft ein Gespräch an, in vielen Fällen kann eine Einladung der betroffenen Klasse oder Schule auf einen Bauernhof das Bild von der Landwirtschaft wieder zurechtrücken. Ein Prüfverfahren für die neu eingereichten Manuskripte der Schulbuchverlage, das das Landwirtschaftsministerium zusammen mit dem Kultusministerium für den Realschulbereich eingeführt hat, trägt zu mehr Sachlichkeit in diesem Bereich bei.

Unterstützung durch Materialien
Umfangreiches, in vielen Fällen kostenloses Material (Versandkosten) zum Thema Landwirtschaft erhalten Sie im i.m.a-Webshop Landwirtschaft & Schule unter ima-agrar.de/IMA-Shop-Home.

An wen können Sie sich wenden?
Das Thema Landwirtschaft und Schule wird im Bayerischen Bauernverband bereichsübergreifend bearbeitet:

  • vom Bereich Menschen im ländlichen  Raum
  • den Querschnittsbereichen Bildung und Qualifizierung
  • sowie dem Querschnittsbereich Kommunikation.

 

 


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