Angebote für Lehrerinnen und Lehrer
Lehrerfortbildungen
Die dreitägigen Lehrgänge finden an wechselnden Standorten in den Regierungsbezirken Bayerns und im Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching statt.
Ziel der Fortbildungen ist es, ein realistisches Bild der Landwirtschaft in Bayern zu vermitteln und die Situation der Landwirtinnen und Landwirte aufzuzeigen und deren zukünftigen Herausforderungen einzuordnen. In Fachvorträgen werden die theoretischen Grundlagen rund um das jeweilige Thema erörtert und während der Exkursionen im Austausch mit Praktikern vertieft, um die Inhalte in schulartspezifische Unterrichtseinheiten zu übertragen.
Vom 13. bis 15. Juli 2026 findet im Haus der Bayerischen Landwirtschaft am Ammersee das nächste Lehrerseminar zu den Schwerpunkten Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Alltagskompetenzen statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Landwirtschaft, Politik und Naturschutz gemeinsam dazu beitragen können, die begrenzten Flächen sowohl sinnvoll und wirtschaftlich zu nutzen als auch die Vielfalt unserer Ökosysteme zu bewahren.
Mit der Landwirtschaft im Dialog
Impulse für den Unterricht
Die bayerische Landwirtschaft im europäischen Kontext
Die Landwirtschaft ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Europa und prägt sowohl ländliche Lebensräume als auch globale Versorgungsketten. Ausgehend von den spezifischen Rahmenbedingungen Bayerns beleuchtet dieser Lehrgang Strukturen, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven des Agrarsektors. Teilnehmende erwerben fundierte Kenntnisse zur Gemeinsamen Agrarpolitik, zu regionalen Besonderheiten und zu aktuellen Transformationsprozessen, um ihre Fachkompetenz in der unterrichtlichen Vermittlung und Beratung zu stärken.
Inhalte und Lernziele
- Gemeinsame Agrarpolitik (GAP): Ziele, Reformprozesse und Weiterentwicklung
- Regionale Betriebsstrukturen im europäischen Vergleich
- Nachhaltigkeitsstrategien: Bewirtschaftungsformen, klimaresiliente Anbaumethoden und Möglichkeiten zum Erhalt der Biodiversität
- Marktmechanismen und Förderinstrumente: Agrarmärkte, Preisbildung und ländliche Entwicklungsprogramme
- Praxisbeispiele innovativer Bewirtschaftung: Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Precision Farming
Wie reagiert die Land- und Forstwirtschaft auf den Klimawandel?
Neu war 2024 die 60-minütige eSession „Klimaschutz durch Carbon Farming". Das spannende Konzept des Carbon Farming und dessen Rolle in der Landwirtschaft als natürliche Carbon Dioxide Removal (CDR)-Technologie zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre wurde erläutert.
Besonderer Fokus lag auf dem Prozess des Humusaufbaus, der als potentieller CO2-Speicher fungiert und eine nachhaltige Strategie zur Minderung des Klimawandels darstellt. Die Teilnehmenden erhielten einen ersten Einblick in das Themenfeld Carbon Farming sowie dessen wirtschaftliche Bedeutung im Rahmen eines möglichen Zertifikatehandels und lernten gleichzeitig, welches Potential diese Methode mit sich bringt.
Die Termine der nächsten Fortbildungslehrgänge
Sonderkulturen in der Landwirtschaft
21. bis 23. Oktober 2024
Ort: Abtei Münsterschwarzach
Landwirtschaft in Deutschland – wirtschaftliche Entwicklungen und Anpassungsstrategien
4. bis 6. Juni 2025
Ort: Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching
Weitere Informationen dazu finden Sie zeitnah in der FIBS - Datenbank der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen