BBV begleitet SuedLink
Aktuelle Bauarbeiten im Fokus
Am 30. April besuchten die Kreisobmänner aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt und Main-Spessart sowie Mitarbeiter der Hauptgeschäftsstelle Unterfranken gemeinsam mit Vertretern von TransnetBW eine Baustelle von SuedLink bei Rheinfeldshof. Im Mittelpunkt stand die Besichtigung der offenen Bauweise im klassischen Grabenbau.
Vor Ort wurden insbesondere die praktische Umsetzung und die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen thematisiert.
Einordnung des Bauverfahrens
Beim Bau der Erdkabeltrasse kommen je nach Standort unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Neben dem klassischen Grabenbau in voller Breite wird im Bereich Oerlenbach bis Altertheim abschnittsweise die Grabenfräse eingesetzt.
Bei der offenen Bauweise wird zunächst ein Kabelgraben entlang der Trasse ausgehoben. Der Boden wird dabei schichtweise getrennt: Oberboden und Unterboden werden separat in Bodenmieten gelagert.
Der Oberbodenabtrag auf der Stammstrecke im Schutzstreifen erfolgt in etwa 18-22 m Breite. Der eigentliche Graben ist an der Sohle etwa 4 m breit.
Die Kabelschutzrohre werden mit einer Bettungsschicht geschützt. Danach wird der Graben schichtweise wieder mit dem ursprünglichen Boden verfüllt, mit einer Überdeckung von etwa 1,5 m.
Bei der Grabenfräse wird der Oberboden abgetragen, anschließend ein rund 80 cm breiter Graben aufgefräst und das Leerrohr direkt verlegt.
Anschließend wird der Graben um das Rohr mit Flüssigboden verfüllt, einer Mischung aus Brechsand, Wasser und einem geringen Zementanteil.
Dieses Verfahren gilt als bodenschonender, da weniger Material bewegt werden muss. Die offene Bauweise ist jedoch schneller.
Begleitung und Ansprechpartner
Der BBV begleitet die Bauarbeiten weiterhin eng und setzt sich für eine praxistaugliche Umsetzung ein.
Besonders in der Bauphase ist jetzt wichtig, dass Eigentümer und Bewirtschafter frühzeitig vor Baubeginn informiert werden, aber auch bei Abweichungen der Flächeninanspruchnahme. Besonderen Wert legen wir weiterhin auf den Bodenschutz, insbesondere auf eine saubere Trennung der Bodenschichten sowie einen rücksichtsvollen Umgang mit den Flächen, vor allem bei nasser Witterung.
Landwirte können sich bei Fragen oder Problemen an folgende Stellen wenden:
- von TransnetBW benannte und verantwortliche Schnittstellenmanager
- TransnetBW Bürgerreferent Julian Ermann
- Hauptgeschäftsstelle Unterfranken