Zum Hauptinhalt springen
Zur Suche springen
Zum Footer springen
Zur Navigation springen
© BBV Eugen Köhler SuedLink Baustellen
©

BBV begleitet SuedLink

Aktuelle Bauarbeiten im Fokus

05.05.2026 | Vertreter des Bayerischen Bauernverbands besichtigten die Bauarbeiten am SuedLink im Abschnitt Mellrichstadt bis Bergrheinfeld. Im Fokus standen die offene Bauweise, die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen sowie die Sicherstellung von Ansprechpartnern für betroffene Betriebe.

Am 30. April besuchten die Kreisobmänner aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt und Main-Spessart sowie Mitarbeiter der Hauptgeschäftsstelle Unterfranken gemeinsam mit Vertretern von TransnetBW eine Baustelle von SuedLink bei Rheinfeldshof. Im Mittelpunkt stand die Besichtigung der offenen Bauweise im klassischen Grabenbau.

Vor Ort wurden insbesondere die praktische Umsetzung und die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen thematisiert.

Einordnung des Bauverfahrens

Beim Bau der Erdkabeltrasse kommen je nach Standort unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Neben dem klassischen Grabenbau in voller Breite wird im Bereich Oerlenbach bis Altertheim abschnittsweise die Grabenfräse eingesetzt. 

© BBV Eugen Köhler SuedLink - offene Bauweise
Die offene Bauweise

Bei der offenen Bauweise wird zunächst ein Kabelgraben entlang der Trasse ausgehoben. Der Boden wird dabei schichtweise getrennt: Oberboden und Unterboden werden separat in Bodenmieten gelagert.

Der Oberbodenabtrag auf der Stammstrecke im Schutzstreifen erfolgt in etwa 18-22 m Breite. Der eigentliche Graben ist an der Sohle etwa 4 m breit.

Die Kabelschutzrohre werden mit einer Bettungsschicht geschützt. Danach wird der Graben schichtweise wieder mit dem ursprünglichen Boden verfüllt, mit einer Überdeckung von etwa 1,5 m. 

© BBV Sandra Roller SuedLink - Grabenfräse
Die Grabenfräse

Bei der Grabenfräse wird der Oberboden abgetragen, anschließend ein rund 80 cm breiter Graben aufgefräst und das Leerrohr direkt verlegt.

Anschließend wird der Graben um das Rohr mit Flüssigboden verfüllt, einer Mischung aus Brechsand, Wasser und einem geringen Zementanteil.

Dieses Verfahren gilt als bodenschonender, da weniger Material bewegt werden muss. Die offene Bauweise ist jedoch schneller.

Begleitung und Ansprechpartner

Der BBV begleitet die Bauarbeiten weiterhin eng und setzt sich für eine praxistaugliche Umsetzung ein.

Besonders in der Bauphase ist jetzt wichtig, dass Eigentümer und Bewirtschafter frühzeitig vor Baubeginn informiert werden, aber auch bei Abweichungen der Flächeninanspruchnahme. Besonderen Wert legen wir weiterhin auf den Bodenschutz, insbesondere auf eine saubere Trennung der Bodenschichten sowie einen rücksichtsvollen Umgang mit den Flächen, vor allem bei nasser Witterung.

Landwirte können sich bei Fragen oder Problemen an folgende Stellen wenden:

  • von TransnetBW benannte und verantwortliche Schnittstellenmanager 
  • TransnetBW Bürgerreferent Julian Ermann                   
  • Hauptgeschäftsstelle Unterfranken