HEIMAT.BODEN.WASSER – Die Gemeinschaft Obere Altmühl stellt sich klimafit auf!
1. Bodenschutztag in Leutershausen am 28.04.2026
Plötzlich auftretende Starkregenereignisse verschärfen die Situation, da der Niederschlag schnell oberirdisch abfließt und für die Region nicht mehr zur Verfügung steht. Zudem wird die Gefahr des Boden- und Nährstoffabtrags noch verschärft. Neben den negativen Folgen für Flora und Fauna sind wir Menschen direkt und insbesondere Landwirte von den geänderten klimatischen Bedingungen betroffen. Gerade für sie bestehen jedoch neue interessante Ansätze, um begrenztes Wasser in der Landschaft zu bewirtschaften und zu halten.
Spannende Informationen für Fachpublikum und Interessierte
Deshalb sind zahlreiche interessierte Landwirte aus der Altmühlseeregion der Einladung des Bayer. Bauernverbands (BBV), dem BBV-Bildungswerk, dem Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach und dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach zum 1. Bodenschutztag in Leutershausen gefolgt.
Spannende praxisnahe Vorträge am Vormittag zeigten einen Einblick in den Blumenstrauß an Möglichkeiten zum zukunftsorientierten Umgang mit Wasser und Boden.
„Ziel war es, Möglichkeiten zu finden, die einen zukunftsorientierten Wasserrückhalt und somit auch Nährstoffrückhalt vor Ort aufzeigen – gerade in Trockenzeiten!“, sagt Thomas Keller, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach. „Wichtig waren uns vor allem zwei Aspekte: Erstens, dass wir den Weg gemeinsam bestreiten und zweitens, dass wir direkt in die praktische Umsetzung einsteigen. Besonders stolz sind wir auf das entstandene „Wir-Gefühl“, was sich in der Dachmarke HEIMAT.BODEN.WASSER - Gemeinschaft Obere Altmühl eindrucksvoll zeigt!“, so Keller weiter.
Am Nachmittag waren die Teilnehmenden zu einer Exkursion auf den Betrieb von Reinhold Meyer – Landwirt und BBV Kreisobmann im Landkreis Ansbach – eingeladen. „Wir wollten einen Einblick in den gelebten Bodenschutz liefern. Die Theorie liefert uns eine wichtige Grundlage. Unsere Aufgabe ist es, aus dieser Grundlage technische Lösungen und praxistaugliche Verfahren zu entwickeln“, so der BBV Kreisobmann. „Der Boden ist unser wichtigstes Kapital. Für uns Landwirte ist es besonders wichtig, dass wir Erosion vermeiden und den Boden an Ort und Stelle halten.“
Zusammenschluss für ein nachhaltiges Wassermanagement
Die Idee, Bodenschutztage für Landwirte zu organisieren entstand im Rahmen der Fachtagung zur Entwicklung der Altmühlseeregion im Sommer 2025. Der BBV Bezirksverband Mittelfranken brachte diesen Lösungsansatz zur Verbesserung des Wasserhaushalts in die Diskussion ein. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sind auf Wasser angewiesen. Beides gehört zusammen: ohne Wasser keine regionalen Lebensmittel“, betonte Ottmar Braun, Direktor des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken. „Wassermanagement und natürliche Wasserkreisläufe sind essentiell für die heimische Nahrungsproduktion. Daher beteiligen sich bereits zahlreiche Bäuerinnen und Bauern an verschiedenen Umweltmaßnahmen und Leuchtturmprojekten, wie z.B. den Grünen Gräben. Wie bei den bisherigen Projekten ist es auch hier unser Ziel, die Bodengesundheit zu verbessern und die Wasserqualität zu sichern. Dazu möchten wir miteinander neue Lösungen finden und gemeinsam umsetzen!“
Die Landwirtschafts- und Wasserwirtschaftsverwaltung sowie die Verwaltung für Ländliche Entwicklung teilen diesen Ansatz. „Die Gemeinden der Oberen Altmühl arbeiten schon seit vielen Jahren in drei kommunalen Allianzen zusammen. Damit stehen zur Unterstützung der Region alle Instrumente der Ländlichen Entwicklung zur Verfügung“, stellt Wolfgang Neukirchner, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, fest. „Es besteht so zum Beispiel die Möglichkeit, einen Umsetzungsbegleiter für Aktivitäten im Bereich des Wasser- und Bodenschutzes über die Ländliche Entwicklung zu finanzieren. So könnten Projekte wie unsere Initiative ‚boden:ständig‘ in andere Maßnahmen eingebunden werden.“
Unter der Dachmarke HEIMAT.BODEN.WASSER. – Gemeinschaft Obere Altmühl schließen sich die Verwaltung für Ländliche Entwicklung, die Landwirtschaftsverwaltung und die Wasserwirtschaftsverwaltung mit dem BBV sowie den Bäuerinnen und Bauern zusammen um gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels zu erarbeiten.