© BBV
Bei der Düngeverordnung und dem Preisverfall am Schweinemarkt fordert der Bayerische Bauernverband mit Unterstützung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (4.v.r.).

„1,50 Euro pro Kilo – dafür kann kein Schwein produzieren!"

BBV konfrontiert Bundesagrarminister Alois Rainer beim Johannitag mit Düngeverordnung und Schweinepreisverfall

30.06.2026 | Zum 50. Jubiläum des Johannitages in Triesdorf am 28. Juni 2026 gab sich Alois Rainer, Bundeslandwirtschaftsminister die Ehre. Den Besuch des Agrarministers am BBV-Stand zusammen mit Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) nutzten Verbandsvertreter, um mit klaren Botschaften ihren Frust gegenüber der aktuellen Agrarpolitik abzulassen. „40 Euro für’s Ferkel – dafür kann kein Schwein produzieren!“ – mit plakativen Aussagen zum Schweinepreisverfall aber auch zur sprichwörtlichen Salami-Taktik bei der Düngeverordnung (DüV) versuchten sie, auf die Missstände in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen.
© BBV BBV_Mfr_Johannitag_2026_BM_Alois_Rainer_Demo_DüVo_Schweinepreis_1
Alois Rainer, Bundeslandwirtschaftsminister (vorne links), Peter Köninger, Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken(vorne rechts) und Erwin Auernhammer, stellvertretender Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken (vorne Mitte).

„Wir fordern zeitnah eine einfache und praxistaugliche Düngeverordnung und zwar ohne die Ausweisung roter Gebiete“, bekräft Peter Köninger, Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken und hielt dem Bundesagrarminister demonstrativ ein Plakat mit der Botschaft „DüV - umpflügen und neu ansäen “ vor.

"Die Schweinepreise sind absolut im Keller" kritisiert Erwin Auernhammer, stellvertretender Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken im Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Um kostendeckend produzieren zu können, müsste jedes Ferkel mit etwa 100 EUR entlohnt und der Preis pro Kilogramm Fleisch bei 2,30 EUR liegen, fordert der Ferkelerzeuger aus dem Landkreis Weißenburg.

Bundesminister Rainer hörte sich die Argumente der Verbandsvertreter an und betonte, dass er sich für eine Neuordnung der Düngeverordnung einsetzen werde. Die Preise auf dem Schweinemarkt würden allerdings durch den Weltmarkt geregelt – hier habe die Politik wenig Handlungsspielraum, so der Minister.

Die Demonstranten versuchten, dem Minister einen Luftballon in Form eines Schweines zu überreichen, der die „letzte Sau im Dorf“ symbolisieren sollte, die unter den aktuellen Umständen demnächst durch die Dörfer getrieben werde.

In Anschluss bewies Bundesminister Rainer sein Geschick beim Traktor-Wettkurbeln und tauschte sich mit den Jugendlichen der BBV Next Generation aus.

© BBV BBV_Mfr_Johannitag_2026_BM_Alois_Rainer Wettkurbeln 2
Bundesagrarminister Alois Rainer(3.v.l.) beim Traktor-Wettkurbeln.