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Absicherung von Frauen in der Ladndwirtschaft
© Halfpoint – stock.adobe.com

Frauen gestalten Zukunft der Landwirtschaft

2026 ist UN-Jahr der Landwirtin: Frauen stärken heißt Landwirtschaft stärken

Das UN-Jahr der Landwirtin 2026 rückt die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft weltweit ins Rampenlicht – und damit auch die vielen bayerischen Landwirtinnen, die mit Leidenschaft, Fachwissen und Innovationskraft ihre Höfe führen. Die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband sehen in dem UN-Jahr eine besondere Chance, das Engagement der landwirtschaftlichen Unternehmerinnen sichtbar zu machen, anzuerkennen und sie in ihrer Arbeit zu stärken. Auf dieser Webseite gibt es aktuelle Informationen zur Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft in Bayern. Außerdem: Angebote, wo sich Frauen in der Landwirtschaft informieren, fortbilden und vernetzen können.

Landwirtinnen prägen regionale Wertschöpfungsketten, erhalten Kulturlandschaften und treiben nachhaltige Entwicklungen voran.  Ob in der Milchviehhaltung, im Ackerbau, in der Direktvermarktung oder in neuen Betriebszweigen wie Agro-Photovoltaik oder regenerativer Landwirtschaft – bayerische Landwirtinnen stehen für Zukunft, Vielfalt und Verantwortung. 2026 bietet die Chance, ihre Arbeit sichtbar zu machen und ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit und zum ländlichen Raum zu würdigen.

Für das Jahr 2026 fordern die Vereinten Nationen alle Mitgliedstaaten auf, das Bewusstsein zu schärfen, welche entscheidende Rolle die Landwirtinnen auf der ganzen Welt in Agrar- und Ernährungssystemen spielen, wie auch für deren Beiträge zur Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung.

In Bayern verfolgt die Landfrauengruppe rund um das Jahr 2026 klare Ziele:

  • die Sichtbarkeit von Landwirtinnen stärken
  • für das Berufsbild der Landwirtin werben
  • die Rahmenbedingungen für Landwirtinnen verbessern 
  • die Frauen miteinander vernetzen, um Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zu fördern.
  • Es geht um Anerkennung und konkrete Perspektiven für die Zukunft landwirtschaftlicher Unternehmerinnen.

BBV-Zukunftskonzept soll bayerische Landwirtschaft weiblicher machen

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz am 9. Januar 2026 haben Landesbäuerin Christine Singer und BBV-Präsident Günther Felßner das Konzept der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband zum UN-Jahr der Landwirtin 2026 vorgestellt. Ziel ist es, die bayerische Landwirtschaft deutlich weiblicher zu machen und die Zahl der weiblichen Betriebsleiterinnen bis 2035 auf 20 Prozent zu erhöhen. Damit sich innerhalb der nächsten zehn Jahre die Anzahl der Betriebsleitungen in Bayern verdoppeln,  braucht es ein gemeinsames Handeln der Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft in Politik, Wirtschaft und Medien. 

Das neue Konzeptpapier der Landfrauen beschreibt, wie der Weg nach vorn aussehen kann.

Zukunftskonzept: Frauen stärken heißt Landwirtschaft stärken

„Zukunft Landwirtschaft - Online-Impulse für landwirtschaftliche Unternehmerinnen“

Passend dazu startet im kommenden Jahr unsere neue Online-Fortbildungsreihe „Zukunft Landwirtschaft - Online-Impulse für landwirtschaftliche Unternehmerinnen“. Die Reihe bietet praxisnahe Themen rund um Betriebsführung, Absicherung, Finanzen und Zukunftsstrategien. Kurz, inspirierend und bequem von zuhause aus – ideal für alle, die neue Ideen suchen und sich vernetzen möchten. Wir laden alle interessierten Landwirtinnen herzlich ein, dabei zu sein und gemeinsam das UN-Jahr der Landwirtin aktiv zu gestalten. 
 

Barrieren abbauen, Potenziale nutzen: Frauen in der Finanzierung 
Kirsten Müller, Landwirtschaftliche Rentenbank 
28. April 2026, 19:30 – 21:00 Uhr (online)

Frauen übernehmen in landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend Verantwortung – auch bei Investitionsentscheidungen und der strategischen Weiterentwicklung von Unternehmen. Gleichzeitig berichten viele Frauen in der Landwirtschaft von erschwertem Zugang zu Krediten und Investitionsmitteln. Häufig verfügen sie über weniger Sicherheiten wie Grundbesitz oder Vermögen und werden daher in Finanzierungsprozessen benachteiligt.

Dabei zeigen Studien branchenübergreifend, dass frauengeführte Unternehmen ein geringeres Risikoprofil aufweisen und Kredite besonders zuverlässig zurückzahlen. Zudem legen Unternehmerinnen häufig einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie auf soziale Werte in der Unternehmensführung. Diese Perspektiven können wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe geben.

Die Bildungsveranstaltung beleuchtet bestehende Hürden beim Zugang zu Finanzierung und zeigt Wege auf, wie Frauen ihre Stärken in Finanzierungsprozessen gezielt nutzen können. Gleichzeitig wird diskutiert, wie Beratung, Förderprogramme und Kreditvergaben geschlechtergerechter gestaltet werden können.

Zielgruppe: 
Frauen in der Landwirtschaft, Betriebsleiterinnen, Hofnachfolgerinnen, Unternehmerinnen im ländlichen Raum sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus Beratung, Bildung und Verbänden.

Weitere Informationen und Anmeldung hier

Tag der landwirtschaftlichen Unternehmerin am 29. Oktober 2026: Netzwerken, sich inspirieren lassen und Zukunft gestalten

Nachdem der 1. Tag der landwirtschaftlichen Unternehmerin im vergangenen Jahr ein voller Erfolg war, planen die BBV-Landfrauen auch dieses Jahr einen Unternehmerinnen-Tag. Im Mittelpunkt dabei: sich vernetzen, weiterbilden und  Impulse für die eigene unternehmerische Zukunft mitnehmen.

Am besten gleich im Terminkalender vormerken:
2. Tag der landwirtschaftlichen Unternehmerin am 29. Oktober 2026 im ABG-Tagungszentrum Beilngries.


Alles Wissenswerte zum 1. Tag der landwirtschaftlichen Unternehmerin gibt es  hier.

 

© BBV landfrauentag
Rund 50 Frauen nahmen am 30. Oktober 2025 am 1. Tag der landwirtschaftlichen Unternehmerin in Beilngries teil.

Exklusiv für Mitglieder: WhatsApp-Gruppe landwirtschaftliche Unternehmerinnen

Unternehmerinnen in der Landwirtschaft verbinden sich hier, um Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern.

Einfach mit Mitgliedsdaten einloggen und sich dann hier vernetzen. 

Landwirtschaftliche Unternehmerinnen in Bayern und in Deutschland

Frauen stellen einen bedeutenden Anteil der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft in Bayern, sind aber vergleichsweise selten in Leitungsfunktionen vertreten. Die folgende Übersicht fasst aktuelle und auch bundesweite Daten, Fakten und Entwicklungen zusammen.

Wie das Thünen-Institut mitteilt, waren 2023 ein Drittel der Arbeitskräfte in der deutschen Landwirtschaft Frauen. Nur wenige davon sind in leitenden Positionen. In Bayern werden knapp 10 % der Agrarbetriebe von Frauen geleitet.

Doch der Trend steigt: Immer mehr Frauen wählen grüne Berufe und sind in Betriebsleitungen aktiv. Positiv ist auch, dass im Vergleich zu früheren Erhebungen es mehr Hofnachfolgerinnen gibt. Eine Sonderauswertung des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, basierend auf den Daten der Landwirtschaftszählung 2020 zeigt, dass Töchter häufiger als Nachfolgerin bestimmt werden, wenn der Betrieb bereits in der übergebenden Generation von einer Frau geleitet wurde. 
Hier gibt es mehr Daten zur aktuellen Entwicklung .

Da die Erhebung und das Sichtbarmachen von geschlechtsspezifischen Daten wichtige Voraussetzungen für eine Verbesserung der Gleichstellung sind, sollen für den Bereich Landwirtschaft künftig noch weitere geschlechterspezifische Daten veröffentlicht werden, gibt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bekannt.
Weitere Informationen unter www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/gleichstellung-in-der-landwirtschaft 

 

Rolle und Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft in Bayern

Zur Lebens- und Arbeitssituation der Frauen in der Landwirtschaft in Bayern hat die Bäuerinnen-Studie 2019 wesentliche Ergebnisse geliefert.

Die Bäuerinnen-Studie zeigt, dass die Frauen weit über die klassischen weiblichen Bereiche hinaus Verantwortung im Betrieb tragen:

  • Frauen übernehmen häufig zentrale Aufgaben im Betrieb und gelten als „Herz und Fundament“ der Bauernfamilien.
  • Als Unternehmerinnen und Partnerinnen der Betriebsleiter bringen sie Kreativität und Innovationsgeist ein, setzen Trends um und reagieren flexibel auf Marktanforderungen.
  • Frauen in der Landwirtschaft gestalten Innovationen auf den Betrieben mit, sichern die Existenz der Höfe und bereichern den ländlichen Raum – auch durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und sozialem Engagement. Neben der Bewirtschaftung des Hofes engagieren sich Frauen häufig in der Direktvermarktung, regionalen Initiativen und der ländlichen Entwicklung.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Absicherung der mitarbeitenden Ehepartnerinnen sind Themen mit politischer und gesellschaftlicher Relevanz.

Hier gibt es weitere Details und alle Ergebnisse zur Bäuerinnen-Studie 2019.

 

Lebenssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland 

Die Studienergebnisse zeigen die vielfältigen Leistungen von Frauen im Betrieb, in der Familie, im außerlandwirtschaftlichen Beruf und im Ehrenamt auf. Gleichzeitig werden deren Beiträge oft unterschätzt, es fehlt an Sichtbarkeit. 

Jahrelang hat der Deutsche LandFrauenverband (dlv) für die erste gesamtdeutsche Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft gekämpft. Die Ergebnisse schließen viele Datenlücken und geben klare Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben. 
Mehr dazu gibt es hier: www.studie-frauen-landwirtschaft.de