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Zuckersteuer? Nein danke

BBV-Präsidium positioniert sich gegen die Einführung einer Zuckergetränkesteuer

20.10.2026 | Nachdem das Bundeskabinett einen Vorschlag für eine Zuckergetränkesteuer, kurz Zuckersteuer, auf den Weg gebracht hat, bezieht das BBV-Präsidium offiziell Stellung zu den Plänen. Warum der Verband eine Zuckergetränkesteuer ablehnt:

Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes lehnt die geplante Einführung einer Zuckergetränkesteuer entschieden ab. Zur Stellungnahme. Die Steuer würde die heimische Zuckerwirtschaft zusätzlich belasten und wirtschaftliche Anreize schaffen, regional erzeugten Rübenzucker durch alternative Süßungsmittel zu ersetzen. Eine nachvollziehbare Abschätzung der Folgen für Landwirtschaft und Zuckerindustrie fehlt im Gesetzentwurf.

Das ist geplant

Die Bundesregierung hat am 14. Oktober Pläne zur Einführung einer Steuer auf zuckergesüßte Getränke bekannt gegeben. Ziel sei es, den Zuckerkonsum und die dadurch verursachten Erkrankungen einzudämmen. 

Wovon bislang die Rede ist:

  • Gestaffelte Besteuerung gezuckerter Getränke mit einem Gesamtzuckergehalt von mindestens fünf Gramm pro 100 Milliliter
  • Betroffen: z. B. Limonaden, Eistees, Energydrinks und Fruchtsaftgetränke mit Zuckerzusatz. 
  • Nicht betroffen: Getränke die mit Süßungsmitteln gesüßt sind, alkoholhaltige (Misch-)Getränke und alkoholfreie Alternativen, Milch, Hafer- und Reisdrinks sowie entsprechende Mischgetränke, reine Frucht- und Gemüsesäfte, reines Frucht- und Gemüsesaftkonzentrat sowie entsprechende ungesüßte Schorlen
  • Freigrenze zur Entlastung kleinerer Getränkehersteller
  • Einführung ab 1. Juli 2027
     

Darum muss auf die Einführung einer Zuckergetränkesteuer verzichtet werden

In seiner Stellungnahme vom 20. Oktober 2026 begründet das BBV-Präsidium ausführlich, warum es die aktuellen Pläne zur Einführung einer Zuckergetränkesteuer ablehnt:

Zusammengefasst:

Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes fordert daher, auf die Einführung einer Zuckergetränkesteuer zu verzichten. Statt neuer Belastungen braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für den heimischen Zuckerrübenanbau, den Erhalt regionaler Verarbeitungsstrukturen und eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Ernährungsbildung.