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26_01_20 Demo gegen Mercosur und GAP-Budget für Bürokratieabbau in Strassburg
© Laura Dorn / BBV

Bauern-Demo am 20. Januar: Für eine starke Landwirtschaft in Europa, für sichere Lebensmittel!

Protestmarsch zum EU-Parlament in Straßburg

23.01.2026 | Der Französische Bauernverband (FNSEA) hat gemeinsam mit dem europäischen Bauernverband (COPA) am Dienstag, dem 20. Januar 2026 einen Protestmarsch in Straßburg zum EU-Parlament veranstaltet - auch der BBV war vor Ort. Damit setzte der Bauernverband die Aktion der Großdemo am 18. Dezember in Brüssel fort.

Neben dem Protestmarsch gab es außerdem eine große Schlepper-Aktion mit Landwirten aus dem Elsass, Grand-Est und Bourgogne-Franche-Comté.  

Anlass zur erneuten Bauern-Demo gaben das Mercusor-Abkommen, die bisher mangelhaften Kommissionsvorschläge zu Finanzrahmen und zur EU-Agrarpolitik von 2028 bis 2034 sowie Überregulierung und Überbürokratisierung.

„Wir sind heute viele tausend Bäuerinnen und Bauern in Straßburg, um FÜR eine starke europäische Landwirtschaft und FÜR sichere Lebensmittel für unsere Verbraucherinnen und Verbraucher zu demonstrieren! “, so Carl von Butler, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbands, der mit weiteren Teilnehmern für den Verband vor Ort war. „Wir brauchen kein Mercosur mit schlechteren Standards, mit schlechteren Aussichten auf eine Selbstversorgung in einer Zeit, in der geopolitisch Ernährungssicherung oberstes Gebot ist!“. Dies betrifft insbesondere die sensiblen Bereiche Zucker, Ethanol, Geflügel und Rindfleisch. Das Mercosur-Abkommen ist trotz der anstehenden Unterzeichnung durch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen noch nicht vom EU-Parlament beschlossen. Dies steht in einigen Wochen an. Daher galt es aus Sich des Bauernverbands,  auch am 20. Januar weiter den Finger in die Wunde zu legen, während die Europaabgeordneten in Straßburg tagen. 

Eine deutliche Absage erteilten die Landwirte aber auch den geplanten Kürzungen von mehr als zwanzig Prozent beim europäischen Agrarbudget und fordern eine starke GAP mit 500 Milliarden Euro von 2028 bis 2034.  Nicht zuletzt ist es auch die Enttäuschung über die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission für Bürokratieabbau, die die Branche auf die Straße treibt. Europas Landwirte brauchen massive Nachbesserungen – sei es beim Thema Naturwiederherstellung, Pflanzenschutz-Zulassung, Nitratrichtlinie oder Wasserrahmenrichtlinie, der Ökoverordnung oder der Industrieemissionsrichtlinie.

© Laura Dorn / BBV 2026-01-20_Demo Strassburg Protestmarsch zum Europäischen Parlament Mercosur GAP Budget

Unsere Themen: Mercosur, GAP und Haushalt ab 2028 sowie Vereinfachungen

Der BBV vor Ort als Unterstützer der Protestaktion 
Der Bayerischer Bauernverband unterstützte die Protestaktion von COPA am 20. Januar 2026. Mitglieder und Ehrenamtliche waren eingeladen, an der Demo in Straßburg vorm EU-Parlament teilzunehmen. 

Europa braucht eine starke Landwirtschaft!

Unsere Kernanliegen zur Bauern-Demo am 20. Januar 2026 in Straßburg

Nein zur aktuellen Fassung des Agrarteils beim MERCOSUR-Abkommen, weil es zu gewaltigen Marktnachteilen bei Rindfleisch, Geflügelfleisch und Zucker führen kann! (Alle Infos zu Mercosur hier)

Nein zu den geplanten Kürzungen von mehr als 20 % beim europäischen Agrarbudget!
Für bayerische Betriebe stehen mindestens 300 Mio. Euro/Jahr Kürzungen ab 2028 im Raum. Starke EU-Landwirtschaft braucht eine starke GAP mit mindestens 450 Mrd. Euro 2028 bis 2034.

Vereinfachungen und Bürokratieabbau: Die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission sind enttäuschend. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss viel mehr Substanz bei Vereinfachungen liefern! Das EU-Parlament muss das jetzt einfordern.
Unsere Anliegen => z.B.  Naturwiederherstellung, Pflanzenschutz-Zulassung, Nitratrichtlinie, Wasserrahmenrichtlinie, Ökoverordnung, Industrieemissionsrichtlinie, usw. brauchen massive Nachbesserungen.

Ausführliche Informationen für Teilnehmer des bayerischen Bauernverbandes an der Bauern-Demo am 20.1.2026 in Straßburg sowie einen Handzettel mit unseren Kernanliegen gibt's hier zum Download:

Unsere Kernanliegen zur Demo in Straßburg

Alles was zur Demo am 20. Januar wichtig ist!