Tier

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Rinder auf der Weide

Blauzunge: Alle Infos auf einen Blick

Regeln zum Verbringen von Tieren aus Sperrzonen

16.05.2019 |

Umweltministerium kündigt kurzfristige Bereitstellung des Impfstoffes an

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit stellt der Freistaat Bayern kurzfristig mehrere zehntausend Impfstoffdosen (BTV-8-Impfstoff) zur Verfügung. Das teilte das bayerische Umweltministerium am 16. Mai 2019 mit. Weitere rund 1 Million Impfstoffdosen seien bei verschiedenen Herstellern für eine Abnahme durch bayerische Tierärzte reserviert und können ab Juni bezogen werden. Lesen Sie hier mehr dazu!

 

Veränderte Verbringungsregeln

7. Mai 2019: Das Bayerische Umweltministerium informierte am 7. Mai bei einem runden Tisch zur Blauzungenkrankheit, dass die Regeln zum Verbringen von Rindern aus Restriktionszonen ab dem 18. Mai erheblich verschärft werden. So wird das Verbringen von Rindern aus Restriktionszonen nur noch mit gültigem Impfstatus möglich sein (weitere Informationen unter https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/blauzungenkrankheit/bt_verbringungsregelungen.htm). Bund und Länder haben dies am 6. Mai beschlossen.

Der Bayerische Bauernverband kritisiert diese Verschärfung massiv, v.a. deren sehr kurzfristige Umsetzung. BBV-Veredelungspräsident Gerhard Stadler, der zusammen mit seinem Stellvertreter Ernst Kettemann an dem runden Tisch teilnahm, betont: „Ich verstehe nicht, warum die bis zum 30. Juni in Bayern gültigen Verbringungsregeln jetzt von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe aufgekündigt wurden. Auslöser dieser Entscheidung war wohl eine neue Risikoeinschätzung des FLI, die jedoch keine neuen Erkenntnisse enthält. Das bedeutet für unsere Rinderhalter Riesenprobleme und verschärft die ohnehin schon sehr angespannte Situation in den betroffenen Gebieten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Impfstoffverfügbarkeit nach wie vor nur zögerlich verbessert.“

14. Mai 2019: Nach der Verschärfung der Verbringungsregeln ungeimpfter Tiere aus Restriktionszonen hat sich BBV-Präsident Walter Heidl an Bundesministerin Klöckner, die Länderminister Glauber und Kaniber sowie zahlreiche bayerische Abgeordnete gewandt.

16. Mai 2019:
Kommentar von Isabella Timm-Guri, Direktorin Fachbereich Erzeugung & Vermarktung: Entscheidung zur Blauzunge: Hausgemachter Brandbeschleuniger
 

 

Meldung vom 26. März 2019

Verlängerung vereinfachte Verbringung aus Blauzunge-Restriktionsgebiete
Aktuell wurde die Regelung für das erleichterte Verbringen von Rindern aus den Blauzunge-Restriktionsgebieten innerhalb Deutschlands bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Zunächst war es nur bis zum 31. März möglich, die Tiere in Folge einer Freitestung und Nachweis der Insektizidbehandlung in freie deutsche Gebiete zu verbringen. Der Bauernverband hatte sich dafür eingesetzt. Unter anderem hatte sich Bezirkspräsident Gerhard Stadler (Niederbayern) schriftlich an die beiden Staatsminister Kaniber und Glauber gewandt und um Unterstützung gebeten. Dabei drängte der Veredlungspräsident auch darauf, dass neben den Niederlanden noch weitere Abkommen mit Nachbarstaaten vereinbart werden müssen.

 

Meldung vom 14. März 2019

Blauzunge: erleichterte Verbringung von Kälbern in die Niederlande

  • Deutschland und die Niederlande haben erleichterte Verbringungsregeln aus den Restriktionszonen für Kälber jünger als 90 Tage vereinbart.
  • Jedoch sind die Vorgaben für die Rinderhalter aufwendig.
  • Statt des Impfnachweises müssen eine negative Blutuntersuchung, der Nachweis der Behandlung gegen Gnitzen sowie einer Gesundheitsbescheinigung vorliegen.
  • Der Bauernverband setzt sich für weitere Erleichterungen auch mit anderen Nachbarstaaten ein.

Wie der Deutsche Bauernverband mitteilt, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium mit den Niederlanden eine Vereinbarung zur erleichterten Verbringung von Kälbern getroffen, die jünger als 90 Tage sind. Diese gilt ab sofort. So war bisher der Impfnachweis zum Verbringen aus den Restriktionszonen in Nachbarstaaten Voraussetzung. Mit in Kraft treten dieser Vereinbarung ist es möglich, diese Kälber nach einer negativen Blutuntersuchung sowie einer Insektizid-Behandlung in die Niederlande zu verbringen. Dabei muss die Blutuntersuchung in den sieben Tagen vor dem Verbringen erfolgt sein.

Im Vergleich zu ähnlichen Abkommen zu Zeiten des letzten Seuchenzuges vor einigen Jahren sind diese Vorgaben jedoch aufwendig und zum Teil kostenintensiv.

Die Möglichkeit des Verbringens von Nutz- und Zuchttieren ohne Impfschutz aus den Restriktionszonen innerhalb von Deutschland mit Nachweis der Gesundheit durch Blutuntersuchung wurde bis zum 31. März verlängert.

Weiterhin ist die Situation der Impfstoffverfügbarkeit unklar. Daher setzt sich der Bauernverband dafür ein, auch mit anderen Staaten Vereinbarungen zu treffen. Langfristig bleibt den Rinderhaltern jedoch nur die Impfung. Damit noch vor Sommer flächendeckend Impfstoff geliefert wird, sollten die Landwirte umgehend Impfstoff bei ihrem Hoftierarzt bestellen.

Hier können Sie die ergänzende Gesundheitsbescheinigung zum Versand von Kälbern herunterladen (PDF)

Meldung vom 22.02.2019

Verlängerung der Regelung zum Verbringen von Wiederkäuern aus Sperrzonen in BTV-freie Gebiete innerhalb Deutschlands

Der Bund und die Länder haben sich darauf verständigt, die Vorgaben für das Verbringen von Zucht- und Nutzvieh aus den Blauzunge-Restriktionsgebieten in freie Gebiete innerhalb Deutschlands zu verlängern. So galten diese erleichterten Bedingungen (Virologische Untersuchung einer EDTA-Blutprobe mit negativem Ergebnis auf eine BTV-Infektion innerhalb von 7 Tagen vor dem Verbringen) bisher nur bis zum 28. Februar 2019. Diese Regelung wurde nun auf den 31. März 2019 ausgeweitet.

 

Meldung vom 4.2.2019

Durch weitere Fälle in Baden-Württemberg (Serotyp 8), welche näher an der Grenze zu Bayern liegen, wurden die bislang bestehenden Restriktionszonen ausgeweitet. Folgende bayerische Landkreise befinden sich in der Restriktionszone:
Aschaffenburg Landkreis, Stadt Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Lindau, Stadt Memmingen, Oberallgäu, Unterallgäu, Neu-Ulm, Stadt Kempten, Dillingen an der Donau, Donau-Ries, Günzburg, Ansbach, Neustadt-Aisch, Würzburg Land, Würzburg Stadt

Eine genaue Übersicht über die Restriktionszonen finden Sie hier.

Es gelten für die Bayerischen Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter erhebliche Handelsrestriktionen. Alle wichtigen Formulare und Informationen finden Sie hier.

Regelungen für die Verbringung von Wiederkäuern aus BT-Sperrzonen in BT-Virus-freie Gebiete finden Sie hier

Meldung vom 24.01.2019

Die bayerischen Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter müssen sich weiterhin auf den ersten positiven Blauzungennachweis in Bayern vorbereiten. Unterdessen reichen bereits einige Restriktionszonen auch nach Bayern herein und bedeuten somit erhebliche Handelseinschränkungen für die betroffenen Tierhalter.

In Bayern gibt es bisher keinen Nachweis der Blauzunge (Stand 22.1., mittags). Die Restriktionszonen aufgrund der Fälle (Serotyp 8) in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg reichen bis nach Bayern herein. Um Tiere aus den Restriktionszonen zu verbringen, müssen erhebliche Auflagen eingehalten werden

In einer Pressemitteilung verkündete Umweltminister Glauber, dass aufgrund der positiven Fälle (Serotyp 8) in den Nachbarbundesländern auch bayerische Landkreise und Städte von den Restriktionszonen betroffen sind (Lkr. Aschaffenburg, Lkr. Main-Spessart und Lkr. Miltenberg, Lkr. Lindau, Lkr. Oberallgäu, Lkr. Unterallgäu, Lkr. Neu-Ulm sowie die Kreisfreien Städte Memmingen und Kempten). Das Verbringen von Rindern, Schafen und Ziegen aus diesen Zonen ist nur unter Einhaltung von Auflagen möglich (u. a. Impfnachweis). Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter hier.

Die Impfung von Rindern wird in Bayern durch die Tierseuchenkasse gefördert. Dabei müssen beide relevanten Serotypen berücksichtigt werden. Serotyp 8 rückt von Westen, Serotyp 4 von Südosten an Bayern heran. Mehr Informationen unter: https://service.btsk.de/Portals/0/Formulare_Merkblaetter/Merkblaetter/M_Blue_Tongue_12_%202018.pdf

Das Virus ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Mehr Informationen zur Erkrankung unter:
https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/blauzunge/index.htm.

Meldung vom 13.12.2018

Trotz der Nähe zu Bayern wurde bisher die 150-km-Restriktionszone nicht auf die bayerischen Gebiete ausgeweitet. Die Folgen sind nun Handels- und Verbringungseinschränkungen: das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern innerhalb von Baden-Württemberg ist ohne vorherige Impfung oder Laboruntersuchung mit Genehmigung des jeweils zuständigen Veterinäramtes möglich, sofern die Tiere beim Verbringen keine Krankheitssymptome aufweisen oder die auf Blauzungenkrankheit hinweisen sowie der Tierbestand nicht wegen eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Die Impfung von Rindern und Schafen ist nach wie vor möglich. Allerdings dauert es bis zum benötigten Impfschutz mehrere Wochen. Die Bayerische Tierseuchenkasse bezuschusst die freiwillige Impfung von Rindern.

Details unter: http://portal.versorgungskammer.de/portal/pls/portal/!PORTAL.wwpob_page.show?_docname=11258989.PDF

Informationen zur Krankheit unter: https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/blauzungenkrankheit/doc/bt_merkblatt_tierhalter.pdf

 


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