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BTV-8: Serotyp 8 der Blauzungenkrankheit in Bayern

Ab 1. November: Mit Herabstufung von BTV-8 gelten gelockerte Verbringungsregeln

29.10.2026 | Mit Wirkung zum 1. November 2026 wird die Blauzungenkrankheit auf EU-Ebene als Tierseuche der Kategorie D und E eingestuft. Damit gelten ebenfalls ab dem 1. November vereinfachte Verbringungsregelungen in Bezug auf BTV-8. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.

In einem Schreiben vom 29.10.26 gibt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vor dem Hintergrund der Umkategorisierung von BTV-8 gelockerte Verbringungsregeln bekannt:  

"Auf Initiative Bayerns haben sich die Länder auf bundesweit abgestimmte Erleichterungen verständigt. Ziel ist es, das Verbringen von Tieren aus BTV-8-betroffenen in nicht betroffene Gebiete innerhalb Deutschlands praxisgerechter zu gestalten und den bürokratischen Aufwand für Tierhalter und Handel zu reduzieren.

Für das innerstaatliche Verbringen von Tieren aus BTV-8-betroffenen in nicht betroffene Gebiete gelten ab dem 1. November 2026 erleichterte Bedingungen. Gegenüber den bisherigen Regelungen entfallen insbesondere die Wartefrist von 60 Tagen nach Abschluss der Grundimmunisierung bei geimpften Tieren sowie die bisher erforderliche Behandlung mit Repellentien oder Insektiziden bei PCR-getesteten Tieren."


Kurz gefasst - Was nun für die Verbringung gilt:

Für das Verbringen stehen künftig folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

• Geimpfte Tiere: Die Tiere wurden vollständig gegen BTV-8 geimpft.

• Jungtiere unter 90 Tagen: Die Tiere haben innerhalb von zwölf Stunden nach der Geburt Kolostrum des Muttertieres erhalten. Das Muttertier wurde vor der Belegung oder spätestens 28 Tage vor der Geburt ordnungsgemäß gegen BTV-8 geimpft.

• PCR-getestete Tiere: Die Tiere wurden innerhalb von 14 Tagen vor dem Verbringen mit negativem Ergebnis mittels PCR-Test auf BTV-8 untersucht. Eine zusätzliche Behandlung mit Repellentien oder Insektiziden ist nicht erforderlich. Das negative PCR-Ergebnis ist 14 Tage gültig.

• Schlachttiere: Die Tiere werden auf direktem Weg zur unmittelbaren Schlachtung in den Bestimmungsschlachthof verbracht und dort innerhalb von 24 Stunden nach ihrer Ankunft geschlachtet.

 


Die bisher gültigen Verbringungsregelungen aus betroffenen Gebieten heraus finden Sie untenstehend sowie auf der Website des LGL unter „Blauzungenkrankheit“.

Bayern und die anderen Bundesländer stehen fortlaufend in engem Austausch und stimmen jedes weitere Vorgehen zusammen ab.

Hinweise:

  • Die untenstehenden Regelungen beziehen sich ausschließlich auf BTV-8.  Für BTV-3 gelten derzeit keine Einschränkungen bei der Verbringung von Tieren innerhalb Deutschlands. 
  • Wie auch bei BTV-3 ist auch bei BTV-8 die Impfung der einzig reelle Schutz für die Tiere. 

Welche Regelungen gelten bis zum 1. November für die Verbringung empfänglicher Tiere?

Impfen, Repellentien, Testen - Antworten auf die häufigsten Fragen

Um über die aktuellen Verbringungsbeschränkungen zu informieren, hatte der BBV zum aktuellen Serotyp 8 der Blauzungenkrankheit am 27. Oktober 2025 kurzfristig eine Online-Veranstaltung angesetzt. Die rund 200 Teilnehmer der Veranstaltung hatten dabei auch die Möglichkeit, Dr. Ulrich Wehr, Leiter des Tierseuchenreferates am Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und Dr. Ulrike Sorge, Geschäftsführerin des Tiergesundheitsdienstes Bayern e. V. Fragen zur aktuellen Situation zu stellen. Hier kamen viele Fragen auf.  

Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie hier, sowie in unserer Sonder-Bauerinfo „FAQ zu BTV-8“, die Sie am Seitenende zum Download finden. 

FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen zu Blauzunge Serotyp 8 / BTV-8 in Bayern

Download: Sonderinfo BTV-8 - FAQ

BTV-8 in Bayern: Entwicklung des Krankheitsgeschehens

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