Zum Hauptinhalt springen
Zur Suche springen
Zum Footer springen
Zur Navigation springen
Stapel Holz
© BBV/Koch

Verpflichtende Nutzungskaskade für Holz ist vom Tisch

Bayerischer Bauernverband begrüßt Entscheidung des Bundeskabinetts

13.05.2026 | Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Das vom BBV, zahlreichen weiteren Verbänden und politischen Vertretern massiv kritisierte gesetzlich verpflichtende Kaskadenprinzip für Biomasse wurde kurz vor der Sitzung noch aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Der BBV begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.

„Holzenergie ist Heimatenergie. Insbesondere im ländlichen Raum sorgt Holz in rund 40 Prozent der Haushalte verlässlich für warme Stuben. Eine gesetzliche Kaskadennutzung mit der damit verbundenen Bürokratie hätte dazu geführt, dass die Waldbesitzer weniger Brennholz bereitgestellt hätten,“ erklärt BBV-Generalsekretär Carl von Butler. Damit wäre Brennholz teurer geworden. „Nun bleibt Holzenergie eine echte und wirtschaftliche Alternative beim Heizungsbau, sei es als Alleinlösung in Bestandsbauten oder in Neubauten in Kombination mit einer Wärmepumpe, die mit Strom aus der eigenen PV-Anlage betrieben wird,“ sagt von Butler weiter. Die Argumente Versorgungssicherheit und Brennstoffpreis sollten Hausbesitzer überzeugen. 


Weitere Nachbesserungen am Gesetzentwurf erforderlich
Der BBV appelliert jedoch an die Bundestagsabgeordneten, im politischen Verfahren noch weitere Nachbesserungen am Gesetzentwurf vorzunehmen: 

  • Keinen neuen Bürokratieaufwand durch neue Nachweispflichten für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, z. B. beim neu eingefügten Verweis auf die Nachhaltigkeitsverordnung. 
  • Steigerungsraten für Bio-Treppe: Auch sollte die geplante Bio-Treppe durch kontinuierliche Steigerungsraten verstetigt werden, so dass die Bereitstellung nachhaltiger Brennstoffe parallel mitwachsen kann. 
  • Maisdeckel streichen: Nicht nachvollziehbar ist der geplante „Maisdeckel“ von 40% für neue Biogasanlagen, zumal bereits fachrechtliche Regelungen zum Maisanbau existieren. Diese Doppelregelung sollte deshalb gestrichen werden.


Die Länderinitiative Holzenergie und der Pakt Holzenergie Bayern hatten bereits einen Maßnahmenkatalog zur Wärmewende mit Holz und zur regionalen Kreislaufwirtschaft vorgeschlagen. Der BBV setzt darauf, dass dieser Maßnahmenkatalog nun zügig auch von der Bundesregierung unterstützt und der Trend zu mehr Energie aus dem Wald fortgesetzt wird. Nur so lässt sich der Transformationsprozess der Defossilisierung spürbar beschleunigen. Dies würde die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern beim Aufbau klimastabiler Wälder unterstützen – und damit Mensch, Natur und Klima gleichermaßen zugutekommen.