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Steigende Kraftstoffkosten verschärfen den Druck auf die Betriebe

BBV fordert schnelle Entlastung bei Diesel und weiteren Betriebskosten

16.09.2026 | Die wirtschaftliche Lage vieler land- und forstwirtschaftlicher Betriebe bleibt angespannt. Ernteausfälle infolge von Hitze und Trockenheit, hohe Energie- und Düngerkosten sowie in weiten Teilen viel zu niedrige Erzeugerpreise treffen die Betriebe gleichzeitig. Die aktuell wieder rasant steigenden Kraftstoffkosten verschärfen den Kostendruck zusätzlich. "Unsere Bauernfamilien brauchen jetzt keine weiteren Ankündigungen, sondern spürbare Entlastungen. Wenn die Politik Wettbewerbsfähigkeit und regionale Lebensmittelproduktion sichern will, muss sie jetzt bei den Kosten ansetzen", sagt BBV-Generalsekretär Carl von Butler.

Besonders bei den Kraftstoffkosten sieht der Bayerische Bauernverband dringenden Handlungsbedarf. Die vollständige Agrardieselentlastung von 21,48 Cent je Liter muss bereits bei der Antragstellung 2026 für den Verbrauch des Jahres 2025 gewährt werden. Darüber hinaus braucht es kurzfristig weitere Entlastungen bei den Kraftstoffkosten für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Gleichzeitig muss der Einstieg in nicht-fossile Kraftstoffe endlich wirtschaftlich ermöglicht werden. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene vollständige Steuerbefreiung für HVO und andere nicht-fossile Kraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft muss umgesetzt werden. "Wer alternative Kraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft voranbringen will, darf sie steuerlich nicht länger schlechter stellen. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit müssen zusammen gedacht werden", fordert von Butler.

Der BBV fordert deshalb insgesamt, die im Sofortprogramm 2026 des Verbandes vorgesehenen Entlastungen jetzt umzusetzen – von niedrigeren SVLFG-Beiträgen über die Entlastung bei Kraftstoffkosten bis zur frühzeitigen Auszahlung der Mittel aus der EU-Agrarpolitik. Denn angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen muss Liquidität schnell auf den Betrieben ankommen. "Die Botschaft an die Politik ist klar: Wer unsere heimische Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung erhalten will, muss jetzt die Kostenbelastung der Betriebe senken. Die Zeit für weitere Prüfaufträge ist vorbei – jetzt müssen Entlastungen auf den Höfen ankommen", macht von Butler klar.