EU-Agrarrat: Bundesminister Rainer setzt entscheidende Punkte auf Tagesordnung
Rückenwind für BBV-Forderungen bei Bürokratieabbau beim Pflanzenschutz, GAP und sicherer Versorgung mit Betriebsmitteln
Der BBV bewertet dies als wichtiges Signal: Die ausufernden Dokumentationspflichten beim Pflanzenschutz müssen auf ein leistbares Maß zurückgeführt werden. Auch die verpflichtende vollständige Digitalisierung der Aufzeichnungen gehört auf den Prüfstand. „Weniger Bürokratie ist Voraussetzung für wirksamen Umweltschutz und wirtschaftlich tragfähige Betriebe“, so die Bewertung aus Verbandssicht.
Auch bei den weiteren Beratungspunkten – Düngemittel und Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) – besteht akuter Handlungsbedarf. Angesichts steigender Energie- und Düngemittelpreise bei gleichzeitig vielfach niedrigen Erzeugerpreisen fordert der BBV konkrete Entlastungsschritte. Ziel muss es sein, die Versorgung mit Betriebsmitteln zu sichern und Preissteigerungen wirksam zu begrenzen.
Mit Blick auf die GAP ab 2028 unterstreicht der BBV seine Kernforderung nach einem eigenständigen EU-Agrarbudget von mindestens 500 Milliarden Euro. BBV-Präsident Günther Felßner macht deutlich: „Wer mehr Leistungen für Umwelt, Klima und Tierwohl verlangt, muss diese auch verlässlich finanzieren.“ Eine starke GAP mit klarer Zwei-Säulen-Struktur, weniger Bürokratie und gezielter Unterstützung familiengeführter Betriebe bleibt aus Sicht des BBV unverzichtbar.
Der EU-Agrarrat zeigt: Die Themen des BBV sind gesetzt – jetzt müssen daraus konkrete Entscheidungen und spürbare Entlastungen für die Betriebe folgen.