AMK greift zentrale Punkte des Bauernverbandes auf!
Viele Themen und Positionen im Ergebnis der Agrarministerkonferenz (AMK) enthalten
Was ist wichtig?
- Bei den Kontakten mit den Agrarministerinnen und Agrarministern konnte der Bayerische Bauernverband viele Themen und Anliegen bekräftigen.
- Insbesondere unsere Anliegen zur grundlegenden Weiterentwicklung der Düngeverordnung, für eine stark finanzierte EU-Agrarpolitik mit 500 Milliarden Euro von 2028 bis 2034, für die überfällige Planungssicherheit für die Tierhaltungsbetriebe, für Korrekturen bei der Wiederherstellungsverordnung und EUDR sowie für mehr Praxistauglichkeit bei der EU-Ökoverordnung zum Beispiel bei der Weidepflicht konnten Präsident Felßner, Bezirkspräsident Huber, die Kreisobmänner von Traunstein und Berchtesgadener Land, zwei junge Frauen von Next-Generation sowie stellv. Generalsekretär Matthias Borst an die Politik adressieren.
- Der Bayerische Bauernverband war bei der AMK mit Michaela Kaniber, Dr. Till Backhaus, Peter Hauk, Silke Gorißen, Miriam Staudte, Georg-Ludwig von Breitenbuch und Alois Rainer im Austausch.
- Die Ergebnisse der AMK zeigen: viele unserer Anliegen sind politisch angekommen. Entscheidend ist jetzt, dass daraus auch konkrete und zügige Umsetzungsschritte folgen.
Wie läuft eine AMK ab?
Die Agrarministerkonferenz geht jeweils über drei Tage. Am ersten Tag beraten sich nur die Amtschefs und Staatssekretäre der Agrarministerien. Erst am zweiten Tag treffen die Ministerinnen und Minister von Bund und Ländern bis mittags am Tagungsort ein. Ebenso am zweiten Tag findet mittags ein Verbändegespräch statt, an dem je einTeilnehmer von etwa 30 eingeladenen Bundes- und Landesverbänden nach Anmeldung teilnehmen darf. Aktuell waren es in Bad Reichenhall folgende Verbände:
Bundesverbände
- Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW)
- Bioland e.V.
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
- Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
- Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM)
- Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG)
- Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
- Deutscher LandFrauenverband (DLV)
- Deutscher Raiffeisenverband e.V.
- Deutscher Tierschutzbund e.V.
- Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)
- Deutscher Weinbauverband e.V. (DWV)
- Fachverband Biogas e. V.
- Familienbetriebe Land und Forst e.V.
- Greenpeace e.V.
- Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN)
- Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V. (LSV Deutschland)
- Naturschutzbund e.V. (NABU)
- Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW)
- PROVIEH e.V.
- Zentralverband Gartenbau e.V.
Landesverbände
- Bayerischer Bauernverband
- Landwirtschaft verbindet Bayern e.V.
- Bayerischer Waldbesitzerverband e.V.
- Landesvereinigung für den ökologischer Landbau in Bayern e.V. (LVÖ)
- Bayerische Jungbauernschaft e.V.
- Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern e.V.
- Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern e.V. (VLM)
Am dritten Tag wird bis mittags versucht, die letzten Ergebnisse von den zwischen 40 und 50 Tagesordnungspunkten der gesamten AMK zu erzielen. Anschließend erfolgt dann am frühen Nachmittag des dritten Konferenztages die Bekanntgabe der nennenswerten Ergebnisse in einer Pressekonferenz durch
- den Minister/die Ministerin des Vorsitzlandes – aktuell: Bayerns Ministerin Michaela Kaniber – und
- jeweils der Ministerin/den Minister für die so genannten
- B-Länder (Unionsgeführte Länderministerien; aktuell: Peter Hauk – Baden-Württemberg)
- A-Länder (SPD-geführte Länderministerien; aktuell: Dr. Till Backhaus – Mecklenburg-Vorpommern) und
- G-Länder (GRÜN-geführte Länderministerien; aktuell: Miriam Staudte - Niedersachsen)
- sowie Bundesminister Alois Rainer.
Diese Gruppe an Agrarministern und Agrarministerinnen nimmt zudem auch am Verbändegespräch am zweiten Tag teil.
Bauernverband bringt Themen und Anliegen an
Der Bayerische Bauernverband war bei der Agrarministerkonferenz mit Präsident Felßner, Bezirkspräsident Huber, einer Gruppe Ehrenamtlicher aus Berchtesgadener Land und Traunstein, zwei jungen Frauen von Next-Generation sowie den Hauptamtlichen Dr. Tanja Sigl, Stefan Meitinger und Matthias Borst vor Ort, um sich vor allem mit den Ministerinnen und Minister auszutauschen. Dabei wurden die Positionen und Anliegen des Verbandes intensiv erläutert, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Zentrale Themen waren die Weiterentwicklung des Düngerechts, eine stark finanzierte EU-Agrarpolitik ab 2028, mehr Planungssicherheit für die Tierhaltung sowie Korrekturen bei EU-Regelungen wie Wiederherstellungsverordnung, EUDR und Ökoverordnung“, sagt BBV-Präsident Günther Felßner.
AMK greift Anliegen des Bauernverbandes auf
Viele Forderungen des Bauernverbands wurden bei der AMK aufgegriffen. So spricht sich die AMK für eine grundlegende Überarbeitung des Düngerechts mit stärkerer Verursacherorientierung und mehr Praxistauglichkeit aus. Die Bundesregierung soll dazu bis Herbst ein Konzept vorlegen. Ziel ist eine rechtssichere Grundlage, die sowohl den Gewässerschutz als auch eine bedarfsgerechte Düngung ermöglicht.
Auch beim EU-Agrarbudget setzten die Länder ein klares Signal für eine stärkere finanzielle Ausstattung und die Fortführung bewährter Instrumente. Angesichts steigender Anforderungen kommt der Einkommenswirksamkeit der GAP dabei eine zentrale Bedeutung zu. Zudem soll die Erste-Hektare-Regelung künftig stärker berücksichtigt und gezielt zur Stabilisierung kleiner und mittlerer Betriebe weiterentwickelt werden.
Viele unserer Themen und Anliegen aus unserem Forderungskatalog zur Agrarministerkonferenz finden sind in den Ergebnissen der Konferenz wieder. Zentrale Themen und Anliegen des Bayerischen Bauernverbandes zur AMK waren:
- Starke EU-Agrarpolitik: EU-Agrarbudget von mindestens 500 Milliarden Euro für die Förderperiode 2028-2034 und klare Einkommenswirksamkeit der Förderinstrumente
- Bürokratie abbauen: Vereinfachung der Förderregelungen und praktikable Ausgestaltung des Kriteriums „Aktiver Landwirt“ ohne Benachteiligung von Nebenerwerbs- und diversifizierten Betrieben
- Bäuerliche Strukturen stärken: Ausbau der Erste-Hektare-Regelung sowie Fortführung zentraler Programme wie Ausgleichszulage, Agrarumweltmaßnahmen, Bergbauernförderung, Investitionsförderung und Unterstützung für Junglandwirte
- Düngerecht weiterentwickeln: rechtssichere und praxistaugliche Neuausrichtung der nationalen Regelungen
- Tierhaltung absichern: Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in eine zukunftsfähige Nutztierhaltung
- Faire Handelsbedingungen: Sicherstellung europäischer Produktionsstandards auch bei Importen
- EU-Regeln praxistauglich gestalten: deutliche Vereinfachungen unter anderem bei Entwaldungsverordnung, Wiederherstellungsverordnung, Nitratrichtlinie und Ökoverordnung
- Pflanzenschutz und Erntesicherung: beschleunigte Zulassungsverfahren und Sicherung wirksamer Pflanzenschutzmöglichkeiten
- Schadnagerbekämpfung: Fortführung des bewährten Sachkundeverfahrens und Erhalt präventiver Bekämpfungsmöglichkeiten
- Tierhaltungskennzeichnung: grundlegende Überarbeitung des Gesetzes für praktikable Lösungen
- Erneuerbare Energie stärken: Energiesteuerbefreiung für alternative Kraftstoffe sowie langfristige Planungssicherheit für Biogas und Bioenergie.
Den vollständigen Forderungskatalog des Bayerischen Bauernverbandes zur AMK gibt es unter www.BayerischerBauernVerband.de/themen/politik-foerderung/amk-2026