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Heidl zu COVID-19: "Schwierige Zeit zusammen meistern"

Bauernverband sagt Veranstaltungen ab und setzt sich für regionale Erzeugung ein

13.03.2020 |

Unklar ist, welche Auswirkungen eine weitere Verbreitung für die Landwirtschaft haben wird - wie es zum Beispiel weitergeht, wenn Molkereien oder Schlachthöfe schließen müssten oder der Handel mit anderen Staaten nicht mehr möglich wäre. 
 

Um für Bayern eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, Fragen zu klären, Notfallpläne zu erarbeiten und Logistikketten sicherzustellen, hat Bauernpräsident Walter Heidl am Freitag, 13. März 2020, Ministerin Michaela Kaniber gebeten: Bitte setzen Sie rasch ein Gipfeltreffen von Agrarwirtschaft, Verarbeitern und Handel an!“
 

Bauernpräsident Walter Heidl richtet in dieser schwierigen Situation zudem eine persönliche Botschaft an alle Bäuerinnen und Bauern.

 

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Porträt des Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes Walter Heidl
Bauernpräsident Walter Heidl


Liebe Bäuerinnen und Bauern,


Bis vor kurzem hätten wir alle uns wohl nicht vorstellen können, dass das Corona-Virus einen derartigen Einschnitt in unser tägliches Leben zur Folge haben wird und unseren Alltag völlig verändert. Dieses Virus sorgt für Verunsicherung, die uns alle belastet. Die Maßnahmen, die nun ergriffen werden und die eine weitere Ausbreitung eindämmen sollen, schränken uns alle ein, verändern unser gesellschaftliches Zusammenleben und sorgen für massive Turbulenzen.


Zum Schutz der Gesundheit haben wir uns in der Verbandsleitung dazu entschlossen, alle Versammlungen und öffentlichen Veranstaltungen des Bayerischen Bauernverbandes bis zum 20. April abzusagen. Diese Maßnahmen scheinen notwendig, um Schlimmeres zu verhindern.


Die Auswirkungen der sich möglicherweise weiter zuspitzenden Situation insbesondere auf die Landwirtschaft können aber noch nicht abgeschätzt werden. Inzwischen scheint es durchaus möglich, dass zum Beispiel durch die Reisebeschränkungen auch der Warenverkehr innerhalb der EU und der Handel mit Drittstaaten eingeschränkt werden oder sogar zum Erliegen kommen.


Unklar ist es im Moment auch, wie es für Erzeuger weitergeht, wenn der Betrieb in lebensmittelverarbeitenden Unternehmen wie Schlachthöfen oder Molkereien wegen Corona-Infektionen und Erkrankungen nicht aufrecht erhalten werden kann. Oder wenn Saison-Arbeitskräfte wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr zu den Betrieben kommen können oder wollen.


Der Bauernverband wird sich dafür einsetzen, dass die landwirtschaftlichen Betriebe und die gerade in dieser Situation so wichtige heimische Lebensmittelerzeugung gezielt unterstützt werden. Jetzt gilt es zusammen diese schwierige Zeit zu meistern, Mut und Zuversicht zu bewahren und möglichst gesund aus dieser Krise hervorzugehen!


Ihr Walter Heidl,
Präsident des Bayerischen Bauernverbandes

 

 

Risiko Corona - was tun, um sich zu schützen?

Hier finden Sie aktuelle Informationen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zum Corona-Virus.

Die wichtigsten Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege finden Sie unter coronavirus.bayern.de


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