"Wer unsere Kulturlandschaft erhalten will, muss ihre Bewirtschaftung sichern.“
Hauptalmbegehung: BBV fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Almwirtschaft
„Die Almen prägen das Gesicht Bayerns. Was Gäste als einzigartige Berglandschaft erleben, ist das Ergebnis der täglichen Arbeit unserer Almbäuerinnen und Almbauern. Wer diese Kulturlandschaft erhalten will, muss ihre Bewirtschaftung sichern und darf die Betriebe nicht zusätzlich belasten, “ so Felßner. „Denn die Zukunft der Bergbauern entscheidet sich auch im Tal. Wenn es dort keine Tierhaltung mehr gibt, werden auch keine Tiere mehr auf die Almen getrieben. Ohne Beweidung verschwindet die Kulturlandschaft und mit ihr die wichtigsten Grundlagen für Tourismus und regionale Wertschöpfung.“ Er bringt es auf den Punkt: „Wenn die Tiere gehen, kommt der Wald. Kommt der Wald, gehen Tourismus und Arbeitsplätze. Und am Ende geht auch der Mensch.“
Auf Bundes- und EU-Ebene sieht der BBV dringenden Handlungsbedarf. Felßner fordert ein starkes GAP-Budget von mindestens 500 Milliarden Euro ab 2028: „Gerade die Berglandwirtschaft ist auf eine starke GAP angewiesen“. Weiter fordert er bei Naturwiederherstellungsverordnung eine grundlegende Überarbeitung mit Einbezug der Praxis: „Unsere Almen zeigen, dass Natur und Landwirtschaft nur gemeinsam erfolgreich sein können – nicht gegeneinander.“
Mit Blick auf die Novelle des Bayerischen Naturschutzgesetzes begrüßt der BBV, dass zentrale Forderungen des Verbandes aufgegriffen wurden. Dazu zählen insbesondere die notwendigen Verbesserungen beim Walzverbot und bei der Stichtagsregelung für Dauergrünland. „Das sind wichtige Schritte hin zu mehr Praxistauglichkeit. Weitere Korrekturen – etwa bei pauschalen Mähvorgaben – müssen folgen.“
Bei der Regulierung des Wolfs sieht der BBV einen wichtigen Erfolg. „Mit der Absenkung des Schutzstatus und der Aufnahme ins Jagdgesetz ist uns ein erster Schritt gelungen. Jetzt muss sich zeigen, dass die Regelungen in der Praxis wirksam greifen. Wo das nicht gelingt, muss nachgebessert werden.“
Zur Hauptalmbegehung werden zahlreiche Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft erwartet, darunter nach aktuellem Stand Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber