Vom Handlenker bis zur KI-Hacke – drei Wege gegen Unkraut auf dem Feld
Entdeckt, wie moderne Hacktechnik Arbeitszeit spart und den Unkrautdruck reduziert – und warum am Drexlhof die Gülle direkt in den Maisbestand eingebracht wird.
Im Video erfahrt ihr:
- Welche Hacktechnik sich für kleine und große Flächen eignet
- Wie kameragesteuerte Systeme den Fahrer entlasten
- Wie viele Arbeitskräfte die KI-Hacke tatsächlich einspart
- Welche Rolle Sensoren, Section Control und Bodenanpassung spielen
🎥 Das ganze Interview seht ihr hier im Video – praxisnah, direkt vom Hof und mit Tipps aus erster Hand.
„Die Maschine nimmt uns unglaublich viel Arbeit ab. Früher standen hier mehrere Saisonarbeiter mit der Handhacke – jetzt macht das die KI.“ – Georg Drexl
- Früher: Handhacke & konventionelle Geräte zwischen den Reihen
- Heute: Kamerageführte Geräte & KI-Hacke auch in der Reihe
- Highlight: Unkrauterkennung mit 99 % Genauigkeit – sogar bei Nacht
Vom simplen Handlenker bis zur KI-Präzisionshacke: drei Maschinen, drei Welten.
Das einfache Hackgerät – perfekt für kleine Flächen und Kulturen wie Spitzkohl. Es arbeitet mit manueller Handlenkung und überzeugt durch seine Zuverlässigkeit und geringen Investitionskosten.
Die kameragesteuerte Hacke übernimmt dank vier integrierter Kameras die präzise Steuerung des Hackgeräts. Sie passt sich automatisch an Bodenbedingungen an und sorgt für eine effiziente und bodenschonende Unkrautbekämpfung.
Die KI-Hacke ist das technologische Spitzenmodell auf dem Betrieb. Sie bekämpft Unkraut auch innerhalb der Reihen – dank künstlicher Intelligenz erkennt sie einzelne Pflanzen und entfernt gezielt das Unkraut zwischen den Pflanzen. Diese Innovation spart erheblich Saisonarbeitskräfte ein und erhöht die Effizienz enorm. Die Anschaffung ist zwar teuer, amortisiert sich jedoch nach wenigen Jahren durch die eingesparten Kosten und den reduzierten Arbeitsaufwand. Dabei bleibt der Mensch weiterhin wichtig: Die KI unterstützt, ersetzt aber nicht.
💡 Fun Fact: Georg Drexl war einer der ersten Landwirte in Deutschland, der die Maschine testen durfte – Seriennummer 001.
Mehr erfahren - weiterführende Links
- dahliarobotics hacke
- BR-Artikel „KI auf dem Acker – Neue Wege beim Kampf gegen das Unkraut“
- Technikdetails bei agrarheute.de
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Praxis, die weitergeht: Gülle im Maisbestand
Ein spannender Baustein im System des Drexlhofs zeigt sich bei der Düngung: Die Biogas-Gülle wird nicht wie häufig üblich vor der Saat ausgebracht, sondern erst dann, wenn der Mais etwa 15–30 cm hoch ist.
Der Hintergrund ist praxisnah: Der Mais hat seinen Hauptstickstoffbedarf erst im weiteren Wachstum. Durch die spätere Ausbringung steht der Nährstoff genau dann zur Verfügung, wenn ihn die Pflanze braucht.
Entscheidend ist dabei die Kombination mit der Hacktechnik. Der Boden wird vor der Gülleausbringung gelockert, sodass die Gülle besser einziehen kann. Mit Fahrgassen und angepasster Bereifung fährt der Betrieb dafür sogar direkt in den Maisbestand – bodenschonend und ohne die Pflanzen zu schädigen.
Das Ergebnis: eine gezielte Nährstoffversorgung und möglichst geringe Verluste – ein Ansatz, der zeigt, wie eng Technik und Praxis auf dem Betrieb zusammenspielen.
🎥 Im Video auf You Tube erklärt Georg Drexl, wie durch die späte Gülleausbringung im Maisbestand Nährstoffe bedarfsgerecht genutzt und Verluste reduziert werden.