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Kälber in einem Stall

Kälbertransporte: Erneuter Antrag zur Verlängerung der Übergangsfrist

Höheres Mindesttransportalter: Bundesratsausschuss berät Ende Juni

17.06.2022 |

Anfang dieses Jahres ist die neue Tierschutztransportverordnung in Kraft getreten, die nach einer einjährigen Übergangsfrist (ab 01.01.2023) ein Mindestalter von 28 Tagen für Kälbertransporte vorsieht (bisher: 14 Tage). Am 20. Juni 2022 wird im Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz des Bundesrats über einen Antrag von Niedersachsen zur Verlängerung der Übergangsfrist auf drei Jahre beraten. Dieser Antrag wurde bereits im Januar gestellt. Die Beratung darüber wurde jedoch durch eine Initiative aus Sachsen vertagt.

In einem gemeinsamen Schreiben mit dem Landesverband bayerischer Rinderzüchter (LBR) und der Arbeitsgemeinschaft der Besamungsstationen in Bayern (ABB) wurden Staatsministerin Michaela Kaniber und Thorsten Staatsminister Glauber gebeten, sich für eine Verlängerung der Übergangsfrist bis 2025 einzusetzen und den niedersächsischen Antrag zu unterstützen.

Eine Fristverlängerung ist notwendig, da die Anforderungen, die aus dem höheren Mindesttransportalter resultieren, in der Kürze der Zeit für die landwirtschaftlichen Betriebe nicht umzusetzen sind. Zudem gefährdet die vorschnelle Einführung des Transportalters von 28 Tagen den Tierschutz und führt zu erheblichen Verwerfungen im EU-Binnenmarkt.

Aufruf an die Tierhalter
Um zu belegen, dass die einjährige Übergangsfrist nicht praktikabel ist, benötigt der BBV Rückmeldungen der Tierhalter! Haben Sie bereits Maßnahmen zur Umsetzung des höheren Mindesttransportalters ergriffen und können belegen, dass diese nicht bis 01.01.2023 zu erfüllen sind? Dann melden Sie sich bei uns hier per Mail .

 

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