Tier

© BBV
Zwischenfrüchte auf einem bayerischen Feld

Futtermangel: Zulassung der Futternutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten erwartet

Erfolgreicher Einsatz für Ausnahmen bei Ökologischen Vorrangflächen

26.08.2020 |

Aufgrund der diesjährigen Trockenheit in einigen Bereichen Bayerns setzt sich der Bauernverband seit Juni für Ausnahmen beim Greening in Bezug auf die Futternutzung der ÖVF-Brachen sowie der ÖVF-Zwischenfrüchte (ÖVF = Ökologische Vorrangflächen) ein. Für die vereinfachte Ausnahme der Futternutzung bei den ÖVF-Zwischenfrüchten hat die Bundesregierung die dazu für das Jahr 2020 erforderlichen Änderungen bei den nationalen Umsetzungsbestimmungen von Greening bereits auf den Weg gebracht.

Dies wird wahrscheinlich am 18. September 2020 der Bundesrat formal mit seiner Zustimmung abschließen. Landwirte mit drohenden trockenheitsbedingten Futterengpässen können ÖVF-Zwischenfrüchte – die seit Ernte der Hauptfrucht 2020 bis aber spätestens 1. Oktober ausgesät werden – zur Futternutzung grundsätzlich in den Blick nehmen. Rechtssicherheit herrscht aber erst nach dem Beschluss durch den Bundesrat. Im Vorfeld empfehlen wir Ihnen, unbedingt mit Ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt Kontakt aufzunehmen.

Unabhängig davon soll dann die flächendeckende Möglichkeit bestehen, eine Ausnahmesituation wegen ungünstiger Witterungsereignisse wie Trockenheit oder Hagelschlag im Einzelfall durch das Landwirtschaftsamt (AELF) nach einer fachlichen Bewertung – ob für den Betrieb ein Futtermangel besteht – anzuerkennen. Betriebe, die die Ausnahmeregelung für ÖVF-Zwischenfrüchte nutzen wollen, sollten sich umgehend an ihr Landwirtschaftsamt wenden.

 

Zu meiner Geschäftsstelle