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Feedlot in Südamerika
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Wachstumshormone in Rindfleisch: Importstopp für Brasilien

Brasilien darf ab 3. September 2026 keine Lebensmittel tierischen Ursprungs mehr in die EU exportieren

29.05.2026 | Ein Expertenausschuss der EU-Mitgliedstaaten hat Mitte Mai beschlossen, dass Brasilien ab dem 3. September 2026 keine Lebensmittel tierischen Ursprungs mehr in die EU exportieren darf. Anlass ist der Fund von Wachstumshormonen wie Östradiol in Lieferungen von brasilianischem Rindfleisch durch Kontrolleure der EU.

Ende Dezember 2025 hatte EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi angekündigt, Importe von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln stichprobenartig auf deren Qualität zu überprüfen. Diese Ankündigung erfolgte kurz nach der COPA-Demonstration am 18. Dezember, in der der Berufsstand- gerade auch der Bayerische Bauernverband – noch einmal vehement seine Kritik an dem Agrarteil des Handelsabkommens kundgetan hatte.

Dem jetzt beschlossenen Einfuhrstopp waren außerdem Recherchen aus Irland vorausgegangen sowie Meldungen im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel vor Östradiol sowie Rückständen von Tierarzneimitteln in Rindfleisch aus Brasilien. Die Handelssperre gilt unbefristet. Sie gilt also mindestens so lange, wie Brasilien die vollständige Einhaltung der EU-Vorgaben nicht nachprüfbar belegt hat.

Der BBV hat gerade mit Blick auf die Verhandlungen über das Mercosur-Abkommen über viele Jahre immer wieder das Thema Prozessqualität in den Mittelpunkt gerückt und fordert deren Berücksichtigung in Handelsabkommen. Die Funde von Wachstumshormonen in brasilianischem Rindfleisch bestätigt, dass dieser Fokus der BBV-Arbeit mehr als berechtigt ist. Unverständlich ist allerdings, dass der Importstopp erst am 3. September in Kraft treten soll. Der BBV wird auf jeden Fall weiter wachsam verfolgen, ob und wie die EU-Kommission bei diesem wichtige Thema wirklich durchgreift und die hohen EU-Standards schützt. 

Alle Infos zum Thema Mercosur unter www.BayerischerBauernVerband.de/Mercosur