Landfrauentage 2026 ein voller Erfolg
Im UN-Jahr der Landfrauen kamen die Landfrauen aus dem Kreisverband Weilheim-Schongau zusammen
Für jede Bäuerin ein Feiertag
Auch in diesem Jahr konnte Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher sowohl im "Gasthof zur Post" in Eberfing als auch in Schwabbruck im "Schäferwirt" wieder zahlreiche Gäste aus Nah und Fern begrüßen. Geladen waren wie immer nicht nur alle Landfrauen und Interessierte, sondern auch zahlreiche "Ehrengäste" aus Politik und Gesellschaft sowie frisch gebackene Meisterinnen und Pressevertreter.
Jeweils nach einer kurzen Andacht kamen die Besucher in den genannten Gasthäuser zusammen und genossen das abwechslungsreiche Programm, die musikalische Umrahmung, die regionalen Marktstände und das gesellige Miteinander. Wie immer war auch für das leiblich Wohl bestens gesorgt und das Kuchenbuffet von einzelnen Ortsverbänden organisiert.
Auch heuer überzeugte das Rahmenprogramm die Anwesenden, die sich einmal jährlich in diesem Format treffen, austauschen, wohlfühlen und den "Feiertag für jede Bäuerin" - wie es die Vorsitzende des Vereins "Urlaub auf dem Bauernhof", Gerda Walser, ausdrückte - genießen.
Wichtiger Termin auch im Wahlkampf
Beim traditionellen Interview stellten sich in Schwabbruck heuer Landrätin Andrea Jochner-Weiß, (noch) stv. Landrat Michael Marksteiner, Schwabbrucks (Noch-)Bürgermeister Norbert Essich, Schwabsoiens Bürgermeister Manfred Schmid und Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader den Fragen der Kreisbäuerin.
Auch die Lokalpolitiker in Eberfing wurden zu ihrer politischen Zukunft, ihrer Meinung zum Landfrauentag und zum Privaten von der Kreisbäuerin und ihrer Stellvertreterin Maria Lidl befragt und plauderten aus dem Nähkästchen.
Kurz vor der Landratsstichwahl befand sich natürlich die ein oder andere politische Frage im Potpourri.
Der mittlerweile zum Landrat für den Landreis Weilheim-Schongau gewählte CSU-Politiker Dr. Johann Bertl nannte den Landfrauentag einen "wichtigen Termin" und wird wohl auch in den nächsten 5 Jahren seiner Amtszeit als Ehrengast geladen werden.
Stark, smart und unverzichtbar
Nach der Begrüßung der Teilnehmerinnen und auch der männlichen Teilnehmer griff Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher die Tatsache, dass die Vereinten Nationen 2026 zum internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt haben, auf und erklärte die Landfrauen zum "sozialen Rückgrat unserer ländlichen Räume". Sie hob die "geballte Kompetenz und die unermüdliche Energie" der anwesenden Frauen genauso hervor wie ihre "Leistung im Stall, auf dem Feld, im Büro und bei der Kindererziehung und bedankte sich bei den anwesenden Landfrauen für ihren Einsatz. Landfrauen seien "stark, smart und unverzichtbar", so Sulzenbacher.
Dass die Landfrauen vielseitig interessiert und beeindruckendes soziales Engagement zeigen, konnten die Teilnehmer am Landfrauentag auch beim Jahresrückblick auf die große Bandbreite an durchgeführten Veranstaltungen, Vorträgen, Lehrfahrten und landwirtschaftlichen Aktionen erkennen.
Ist Demokratie noch zeitgemäß?
Diesem Thema widmeten die Landfrauen den Hauptvortrag bei den diesjährigen Landfrauentage.
Sowohl beim Landfrauentag am 11. März in Eberfing als auch am Landfrauentag in Schwabbruck am 13. März wurde das Landfrauentags-Thema 2026 mit Referaten zum Thema "ist Demokratie noch zeitgemäß" aufgegriffen.
Referiert haben dazu am 11.03. im Gasthof "Zur Post" in Eberfing Frau Prof. Dr. Ursula Münch (Direktorin der Akademie für politische Bildung in Tutzing) sowie am 13.03. im Gashof "Zum Schäferwirt" in Schwabbruck Dr. phil. Christian Boeser (Akademischer Oberrat der Universität Augsburg).
Eingangs wollte Dr. Boeser in Schwabbruck von den Anwesenden wissen, was für jeden Einzelnen von ihnen Demokratie eigentlich sei. Bürgermeister Bader ergänzte den Satz mit "dass jeder mitreden darf" und Manfred Schmid zitierte Winston Churchills Ausspruch "die schlechteste aller Regierungsformen", was den ein oder anderen sicherlich zum Schmunzeln und Nachdenken anregte.
Demokratie lebe von Menschen, die "nicht nur granteln, sondern auch handeln" und "Streitvermeidung schwächt den Zusammenhalt und trägt zur Politikverdrossenheit der Bürger bei", so Boeser, der in seinen Ausführungen v.a. den Schwerpunkt auf die Frage legte, was jeder Einzelne tun könne, um die Demokratie so zu gestalten, dass sie den Erfordernissen der Gegenwart entspricht.
Schöne Klänge umrahmen den Landfrauentag
Wie immer gestaltete der Landfrauenchor Weilheim-Schongau sowohl die Andachten als auch die Zusammenkunft in den genannten Gasthöfen mit stimmungsvollen Klängen. Herzlichen Dank dafür.
Landfrauen spenden für wichtige Institutionen
Auch bei diesem Landfrauentag zeigten die Landfrauen ihr großes soziales Engagement indem sie großzügig Spendenschecks an die Vertreter wichtiger lokaler Institutionen überreichten.
So konnte sich der "Bäuerliche Hilfsdienst" über einen Scheck über 300 € und eine zusätzliche Geldspende über 750 € freuen. Das Hospiz in Polling wurde mit einer 1000 €-Spende bedacht, die Bürgermeister Martin Pape freudig in Empfang nahm.
Die Spenden kamen aus den Erlösen bei diversen Veranstaltungen der Landfrauen Weilheim-Schongau und wurden von den entsprechenden Verantwortlichen überreicht.
Ehrung für fast 50-jähriges Engagement
Wertschätzung erwies das Kreisbäuerinnenteam Christine Sulzenbacher und Maria Lidl der Ehrenkreisbäuerin Christa Off für ihr fast 50-jähriges Engagement als Vorsitzende des Stationsausschusses der Katholischen Dorf- und Betriebshilfe (KDBH) Weilheim-Schongau. Zum Jahresende 2025 hatte sie den Vorsitz an die stellvertretende Kreisbäuerin Maria Lidl abgegeben und wurde bereits separat für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt.
Weiterhin organisiert Christa Off allerdings die Kurzkuren für Landfrauen, Austraglerinnen und alle Interessierten, die gemeinsam mit Gleichgesinnten ein paar Tage Auszeit für sich in Anspruch nehmen wollen.
Herzliches Vergelt's Gott an alle Mitwirkenden
Das Schlusswort hatte traditionell die stellvertretende Kreisbäuerin Maria Lidl, die sich bei den jeweiligen Referenten für die interessanten Impuls-Vorträge bedankte.
Der Dank ging selbstverständlich auch an alle anderen Beteiligten und vor allem auch an den Landfrauenchor für die schwungvollen Lieder, den Ortsverbänden Etting, Eberfing und Polling, die als Rahmenrogramm einen kleinen Markt im Gasthof "Zur Post" in Eberfing gestalteten und sich um die Dekoration des Saales kümmerten sowie bei den Ortsverbänden Schongau und Burggen, die den kleinen Markt im "Schäferwirt" in Schwabbruck organisiert hatten.
Bei Kaffee und Kuchen klangen die Landfrauentage aus und alle Besucher freuen sich schon jetzt auf den "wichtigen Termin" bzw. "Feiertag für die Bäuerinnen" im nächsten Jahr.