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"Jetzt Landwirtschaft stärken und Versorgung sichern"

Delegierte aus Unterfranken beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg

24.06.2026 | Wenn sich am 24. und 25. Juni rund 600 Delegierte zum Deutschen Bauerntag in Freiburg treffen, werden auch Delegierte aus ganz Unterfranken dabei sein.

„Gemeinsam mit 80 weiteren Ehrenamtlichen des Bayerischen Bauernverbands vertreten wir unterfränkischen Delegierten beim Deutschen Bauerntag in Freiburg die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe aus ganz Bayern. Vor dem Hintergrund von aktuell vielfach zu niedrigen Erzeugerpreisen auf den Agrarmärkten und gleichzeitig massiv gestiegenen Betriebsmittelkosten, ist die Lage auf den Betrieben zunehmend angespannt“, erklärt Stefan Köhler, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes im Bezirksverband Unterfranken.

Die bayerische und deutsche Landwirtschaft steht weiter unter dem Druck geopolitischer Krisen. Zwar hat die Bundesregierung in einem ersten Schritt die Energiesteuer auf Diesel ab der Verbrauchsmenge für 2026 wieder um die volle Erstattungshöhe gesenkt. Aber weitere Entlastungen müssen folgen, so der Bauernverband. Einen 5-Punkte-Katalog hat die landwirtschaftliche Berufsvertretung bereits in ihrer Frühjahrstagung der Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner beschlossen und an die Bayerische Staatsregierung, die Bundesregierung und die EU-Kommission herangetragen. 

„Unter dem Motto „Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern“ diskutieren wir als Berufsstand in Freiburg mit der Bundespolitik über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland“, so Diana Reinhart, Kreisbäuerin im Kreisverband Miltenberg. „Mit Spannung erwarten wir die Rede von Bundeslandwirtschaftsminister Rainer am Donnerstag auf dem Deutschen Bauerntag“, so Cäcilie Werner, Kreisbäuerin im Kreisverband Haßberge.

In der offenen Diskussion mit dem Landwirtschaftsminister will der Bayerische Bauernverband deutlich machen, dass die deutschen Bäuerinnen und Bauern steuerfreie Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft, eine echte Standortpolitik pro Tierhaltung und ein Ende der Überregulierung unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe, zum Beispiel durch ein Aussetzen und Überarbeiten der Naturwiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene brauchen. Zudem ist das nationale Düngerecht grundlegend für mehr Praxistauglichkeit zu überarbeiten und es muss auf rote Gebiete verzichtet werden“, macht Eugen Köhler, Bezirksgeschäftsführer, deutlich.

Die aktuellen Forderungen des Berufsstandes sollen in der „Freiburger Erklärung“ zum zentralen Thema der Finanzierung und Gestaltung der EU-Agrarpolitik von 2028 bis 2024 an die Politik adressiert werden. Daneben werden auf dem Deutschen Bauerntag in Foren Themen wie die Naturwiederherstellungsverordnung, Tierhaltung und Sonderkulturen diskutiert. 

Zum Deutschen Bauerntag kommen alle Delegierten der 18 Landesbauernverbände einmal jährlich zusammen. Der Austragungsort wechselt immer zwischen den einzelnen Landesbauernverbänden.