KREISVERBAND ROSENHEIM

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Kundgebung Brenner-Nordzulauf
Kundgebung gegen den Nordzulauf des Brenners im Raum Rosenheim im Januar 2019 vor dem Landratsamt Rosenheim.

Landwirtschaft großes Thema beim Brennernordzulauf

Prüfungsergebnisse des Raumordnungsverfahrens
28.01.2021 |

"Unsere Stellungnahme wurde zu großen Teilen erhört", so Josef Steingraber, Geschäftsführer des Bauernverbandes Rosenheim. „Die Mühen lohnen sich langsam. Der Bauernverband Rosenheim hat auf 33 Seiten zu den geplanten Grobtrassen Stellung bezogen. Dabei bestätigt das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens viele unüberbrückbare Kollisionspunkte mit der Landwirtschaft.“

Vorab die wichtigsten Punkte aus der Pressekonferenz am Vormittag:

  • Die Variante Blau ist nicht raumverträglich und wird gestrichen.
  • Die Verknüpfungsstelle in Niederaudorf darf in der geplanten Form nicht umgesetzt werden.
  • Ein höherer Tunnelanteil wird generell gefordert.
  • Die oberirdische Durchführung zwischen Bad Aibling und Kolbermoor ist kritisch und muss verbessert werden.
  • Die Variante Türkis bündelt sich im Norden erst zu spät mit dem Bestandsgleis, daher werden zu viele landwirtschaftliche Flächen durchschnitten und verbraucht. Sie ist daher im nördlichen Abschnitt nicht raumvertäglich.
  • Innüberquerungen sind nicht zulässig, der Inn muss unterquert werden.
  • Die oberirdische Streckenführung der Variante Lila zwischen Rohrdorf und Stephanskirchen ist nicht raumverträglich.
  • Zudem durchschneidet die Variante Lila im Norden nach der Innüberquerung massiv landwirtschaftliche Flächen und ist in der derzeitig geplanten Form nicht durchführbar.

Die hier genannten Beispiele sind aus der Pressekonferenz interpretiert und noch ohne Gewähr. Genauere Details folgen nach Durchsicht der Raumordnungsunterlagen.

Natürlich hat auch der Druck anderer Verbände, welche sich hinter die Landwirte in Rosenheim gestellt haben, geholfen. Zudem bedankt sich der BBV bei seinen Bäuerinnen und Bauern, die zahlreich an den Demos teilgenommen haben und damit auf ihre Belange aufmerksam gemacht haben. Dieser Druck muss für die weiteren Planungsetappen aufrechterhalten bleiben.

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