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Am gemeinsamen Treffen von BBV und BJV auf Bezirksebene nahmen rund 30 Vertreter teil.
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Am gemeinsamen Treffen von BBV und BJV auf Bezirksebene nahmen rund 30 Vertreter teil.

Grundeigentümer und Jäger ziehen in Oberfranken an einem Strang

BBV und BJV fordern praxistaugliche Lösungen für Wald und Wild

24.02.2026 | Grundeigentümer und Jäger in Oberfranken rücken enger zusammen: Beim gemeinsamen Austausch von BBV und BJV standen Waldumbau, Wildmanagement und die geplante Jagdgesetznovelle im Fokus. Einigkeit herrscht: Nur gemeinsam lassen sich praktikable Lösungen erreichen

Unter dem Leitgedanken „Miteinander reden statt übereinander“ haben sich auf Einladung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) die Kreisobmänner des BBV, die Vorsitzenden der BJV-Kreisgruppen sowie die Sprecher der Arbeitsgemeinschaften der Jagdgenossenschaften auf Bezirksebene in Oberfranken zu einem intensiven Austausch getroffen.

In ihren Begrüßungen machten BBV-Direktor BBV-Direktor Dr. Wilhelm Böhmer  und BJV-Bezirksvorsitzender Armin Hohmann  deutlich, dass Grundeigentümer und Jäger vor denselben Herausforderungen stehen. Steigender Wilddruck, ambitionierte Ziele beim Waldumbau, zunehmende Bürokratie sowie die anstehende Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes betreffen beide Seiten gleichermaßen.

Zu Beginn wurden die aktuellen Jagdstrecken sowie die Wildsituation in Oberfranken vorgestellt und diskutiert. Die Zahlen zeigen klar: Eine angepasste Bejagung bleibt die zentrale Voraussetzung für das Gelingen des Waldumbaus. Ohne eine wirksame Regulierung der Schalenwildbestände geraten Naturverjüngung und klimaresiliente Mischwälder unter Druck – mit direkten Auswirkungen auf Waldbesitzer und Grundeigentümer.

Auch weitere Wildarten wie Biber, Gänse, Fischotter und Wolf stellen die Land- und Teichwirte weiterhin vor große Herausforderungen. Hier besteht Einigkeit, dass nur gemeinsames Handeln zu tragfähigen Lösungen führen kann.

Breiten Raum nahm die Diskussion zur geplanten Jagdgesetznovelle ein. Für den BBV ist dabei klar: Die Eigentumsrechte der Grundeigentümer dürfen nicht geschwächt werden. Jagdrecht und Waldentwicklung müssen praxistauglich ausgestaltet sein. Zusätzliche bürokratische Hürden oder einseitige Belastungen lehnt der Verband entschieden ab. Ziel bleibt eine partnerschaftliche Lösung, die sowohl der jagdlichen Verantwortung als auch den berechtigten Interessen der Grundbesitzer gerecht wird.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vermarktung von regionalem Wildbret. „Mit der Genussdatenbank der Handwerkskammer Oberfranken stehen neue Instrumente zur Verfügung, um die Wertschöpfung vor Ort zu stärken und Wildbret als hochwertiges, regionales Lebensmittel sichtbarer zu machen“, so Norbert Heimbeck von der Genussregion Oberfranken.

Zum Abschluss der Veranstaltung betonte BBV-Bezirkspräsident Hermann Greif:
„Wenn es um Waldumbau, Wildmanagement und gesetzliche Rahmenbedingungen geht, braucht es einen engen Schulterschluss zwischen Grundeigentümern und Jägerschaft.“

Der BBV wird sich weiterhin klar und mit Nachdruck für die Interessen der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer einsetzen – auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Denn nur eine starke Organisation kann Eigentumsrechte sichern und praxisgerechte Lösungen durchsetzen.