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Heimische Produkte aus der Region als Gastgeschenk, Ernährungssicherung wichtiger denn je in unsicheren Zeiten

Erzbischof und Bauernverband setzen Austausch für Landwirtschaft und Gesellschaft fort

Gemeinsames Gespräch über Wertschätzung, Ernährungssicherung und Zusammenhalt

15.07.2026 | Beim Austauschtreffen zwischen dem Erzbistum Bamberg und dem Bayerischen Bauernverband standen die Bedeutung der Landwirtschaft, die aktuelle Situation der Bauernfamilien sowie gemeinsame Ansätze für mehr Wertschätzung, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Mittelpunkt.

Nach dem Hofbesuch auf dem Milchviehbetrieb von Edgar Böhmer im Landkreis Bamberg (https://www.bayerischerbauernverband.de/kreisverband/oberfranken/offenes-ohr-fuer-die-sorgen-der-bauern-38190)  im vergangenen Jahr trafen sich Erzbischof Gössl und Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) am 15. Juli 2026 zu einem weiteren Austausch. Diesmal fand das Gespräch im Bischofhaus statt. Ziel war es, den begonnenen Dialog fortzuführen und aktuelle Herausforderungen sowie gemeinsame Anliegen zu besprechen.

Im Mittelpunkt stand die wichtige Rolle der Landwirtinnen und Landwirte für die Gesellschaft. Sie sorgen täglich für eine sichere Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln, erzeugen erneuerbare Energien und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Pflege der bayerischen Kulturlandschaft. Gerade in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten gewinnt die regionale Ernährungssicherung zusätzlich an Bedeutung.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele bäuerliche Familien derzeit unter den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben. Umso wichtiger ist eine breite gesellschaftliche Wertschätzung für ihre Arbeit. Kirche und Bauernverband können hierzu gemeinsam beitragen – beispielsweise durch die Gestaltung von Erntedankfesten, die den Dank für die Arbeit der Landwirtschaft sichtbar machen und den Dialog zwischen Stadt und Land stärken.

BBV-Bezirksbäuerin Beate Opel betonte zudem die bedeutende gesellschaftliche Rolle von Bäuerinnen und Landfrauen – in Bayern ebenso wie weltweit. Das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr der Landwirtin biete eine gute Gelegenheit, deren vielfältigen Einsatz für Ernährungssicherung, Familien, Gesellschaft und ländliche Räume besonders zu würdigen.

Ein weiteres wichtiges Thema waren die Unterstützungsangebote für Menschen in belastenden Lebenssituationen. Das Montagstelefon, die landwirtschaftliche Familienberatung sowie weitere Beratungsangebote der Kirche leisten wertvolle Hilfe für Landwirtinnen und Landwirte sowie ihre Familien und tragen dazu bei, in schwierigen Zeiten Perspektiven aufzuzeigen.

Positiv hervorgehoben wurde auch das Bestreben kirchlicher Einrichtungen, etwa in der Caritas und der Gemeinschaftsverpflegung, verstärkt heimische und saisonale Lebensmittel einzusetzen. Damit werden regionale Wertschöpfung, kurze Transportwege und eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Medienkompetenz. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass sowohl in den Bildungseinrichtungen der Kirche als auch des Bayerischen Bauernverbandes die Stärkung eines verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien künftig noch stärker in den Fokus rücken sollte. Soziale Medien seien zwar digitale Medien, trügen jedoch nicht immer zu einem respektvollen und sachlichen Austausch bei. Umso wichtiger sei es, Medienkompetenz und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

Zum Abschluss vereinbarten beide Seiten, den begonnenen Dialog fortzusetzen. Der regelmäßige Austausch zwischen Kirche und Landwirtschaft soll auch künftig dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und gemeinsame Impulse für eine starke Landwirtschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.