Erweiterte Bezirksversammlung mit BBV Präsident in der Frankenfarm
Intensiver Dialog zu Agrarpolitik, Ehrenamt und Öko-Weidepflicht
In der Frankenfarm fand die erweiterte Bezirksversammlung des Bayerischer Bauernverband (BBV) in Oberfranken statt. Neben dem Präsidenten des Verbandes nahmen die Vertreterinnen und Vertreter der neun oberfränkischen Kreisverbände teil.
Im Mittelpunkt stand der intensive Austausch zwischen Bezirks- und Kreisebene sowie der Verbandsspitze. Nach den Berichten aus den Kreisverbänden wurden zentrale agrar- und verbandspolitische Themen erörtert. Breiten Raum nahm die Diskussion über das Mercosur-Abkommen ein. Dabei wurden die möglichen Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft, Wettbewerbsbedingungen und Standards in den Blick genommen.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die anstehenden Verbandswahlen des Ehrenamts im Herbst. Die Versammlung befasste sich mit organisatorischen Fragen sowie mit der Bedeutung eines starken ehrenamtlichen Engagements für die Interessenvertretung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region.
Zudem wurden die Entwicklung der LKK-Beiträge, die Umsetzung der Düngeverordnung sowie die zunehmende Bürokratiebelastung thematisiert. In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Betriebe vor erheblichen administrativen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Der direkte Dialog mit dem BBV-Präsidenten bot Gelegenheit, Anliegen aus der Praxis zu bündeln und auf Verbandsebene einzubringen.
Im Anschluss an die Versammlung fand ein gemeinsames Mittagessen statt. Dabei tauschte sich der BBV-Präsident gezielt mit Ökobetrieben aus Oberfranken zur verschärften Auslegung der Öko-Weidepflichtverordnung aus. Die Betriebe schilderten ihre praktischen Erfahrungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Vorgaben.
Die erweiterte Bezirksversammlung unterstrich einmal mehr die Bedeutung des persönlichen Austauschs zwischen Ehrenamt und Verbandsspitze. Gerade in Zeiten komplexer politischer Rahmenbedingungen ist der enge Schulterschluss innerhalb des Verbandes ein entscheidender Faktor für eine wirkungsvolle Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe in Oberfranken.