Biberschäden
BBV Oberbayern im Austausch mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag über Handlungsbedarf und Lösungen
Gesprächspartner war der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag, Alexander Flierl (CSU). Neben dem Bezirkspräsidenten und der Bezirksbäuerin nahmen auch der oberbayerische Umweltreferent Franz Sedlmeier sowie dessen Nachfolger Martin Grötz und Direktor Martin Wunderlich teil.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die derzeit äußerst unterschiedliche Praxis beim Umgang mit Biberschäden in den Landkreisen. Während in manchen Landkreisen bis zu 150 Biber entnommen werden durften, wurde in anderen Landkreisen keine einzige Entnahme genehmigt. Für die Vertreter des Bauernverbands ist diese Situation schwer nachvollziehbar.
„Gerade vor dem Hintergrund massiver Biberschäden ist diese Diskrepanz weder erklärbar noch vermittelbar“, betonten die Vertreterin und Vertreter des Bezirks Oberbayern übereinstimmend. Die Entnahme von Bibern durch die Landratsämter müsse deutlich konsequenter umgesetzt werden, um landwirtschaftliche Flächen wirksam zu schützen.
Ein weiteres Problem sehen viele Landwirte in der zunehmenden Frustration über erfolglose Schadensmeldungen. Der Bayerische Bauernverband fordert daher, neben Einzelgenehmigungen deutlich häufiger Allgemeinverfügungen zu erlassen – insbesondere bei wiederkehrenden Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen. „Was in einigen Landkreisen gut funktioniert, muss auch andernorts möglich sein“, machte Bezirkspräsident Huber deutlich.
Der Ausschussvorsitzende Alexander Flierl wies darauf hin, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage derzeit nicht mit einer Erhöhung der finanziellen Mittel zur Kompensation von Biberschäden zu rechnen sei.
In dem ausführlichen und konstruktiven Gespräch wurden darüber hinaus weitere Aspekte diskutiert. Zum Abschluss sprach Bezirkspräsident Ralf Huber auch ein weiteres drängendes Problem an: die zunehmenden Schäden durch Saatkrähen. Der Bayerische Bauernverband fordert hier bereits seit längerem ein deutlich restriktiveres Vorgehen der Politik.
Der Ausschussvorsitzende Alexander Flierl sicherte dem Bauernverband zu, sich weiterhin für praktikable Lösungen einzusetzen und die Anliegen der Landwirtschaft im politischen Prozess zu unterstützen.