Wildtierrettung - Mahd von Grünland
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Effektive Wildtierrettung

Die Mahd von Grünland steht an

11.06.2018 | Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher.

Wir empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen. Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd. Wir empfehlen, den Grünlandschnitt von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden
 
Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne wie z.B. Menschenstimmen, klassische Musik oder auch Motorengeräusche in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Einen hundertprozentigen Schutz kann allerdings keine Methode der Welt leisten, weil theoretisch auch nach dem Absuchen das Jungtier in die Fläche zurückweichen kann.