Tier

© Wilsan-U/Unsplash
Huhn

Geflügelpest in Bayern

Neue Website des LGL listet bayernweites Geschehen auf

18.03.2021 |

18.03.2021: Neue LGL-Internetseite zeigt Fälle auf

Eine neue Website des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt nun endlich den Überblick über die Geflügelpest-Ausbrüche bzw. verendeten Wildvögel in Bayern. Bislang in Bayern aufgetretene Fälle sind dort nach Regierungsbezirken gegliedert. Im Regierungsbezirk Schwaben gab es bisher keine nachgewiesenen Fälle von HPAI.

 

16.03.2021: Neuer Fall in Kulmbach - Bayernweit kein einheitliches Vorgehen der Behörden

Einen Nachweis von HP AI H5N8 bei Enten und Gänsen (Hausgeflügel, 9 Tiere) meldet das Friedrich-Löffler-Institut im Landkreis Kulmbach. Landkreisweite Stallpflicht wurde angeordnet und Restriktionszonen wurden eingerichtet. Das Beobachtungsgebiet reicht in den Nachbarlandkreis Bayreuth hinein. Aufstallungsgebote gelten mittlerweile bayernweit, allerdings gehen die Verwaltungen hier nicht einheitlich vor. Zum Teil gibt es kreisweite Aufstallpflichen, auch in Landkreisen ohne Nachweise bei Wildvögeln oder Hausgeflügel. In anderen Landkreisen dagegen wurde, auch trotz Nachweisen bei Wildvögeln, Aufstallung nur in sog. Risikogebieten verfügt. Dabei wird z.B. in einem Abstand von 500 m beiderseits von Fließgewässern 1. und 2. Ordnung oder um Stillgewässer Stallpflicht angeordnet. Inwieweit eine 500-m-Distanz den Aktionsradius von wildem Wassergeflügel bei der Futtersuche um die Rastplätze berücksichtigt, ist vermutlich der nicht veröffentlichten Risikobewertung des LGL zu entnehmen. In anderen Landkreisen werden die Risikogebiete anhand von Gemeindegrenzen festgelegt. Auch hier gilt sinngemäß die Überlegung zum tatsächlichen Aktionsradius von potentiellen AI-Überträger unter den Wildvögeln. Eine Übersicht zur geltenden rechtlichen Situation (Restriktionszonen, Aufstallungsverpflichtungen), z. B. in Form einer interaktiven Karte analog vorausgegangener AI-Seuchengeschehen, wurde vom bayerischen Umweltministerium in Aussicht gestellt.

 

09.03.2021: Wildgänse positiv bestätigt - Schutzmaßnahmen im Landkreis Roth angeordnet

Im Landkreis Roth sind aktuelle Fälle von Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – amtlich bestätigt: Bei verendeten Wildgänsen wurden Geflügelpest-Viren vom Typ H5N5 und H5N8 vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Im gesamten Landkreis Roth wurden Schutzmaßnahmen angeordnet. Die Betriebe sind verpflichtet, ihr Geflügel aufzustallen und die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten.

04.03.2021: Ausbruch in großem Geflügelbestand im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf ist der Ausbruch der Geflügelpest in einem großen Geflügelbestand amtlich bestätigt worden. Um eine Ausbreitung der Geflügelpest auf weitere Nutz- bzw. Haustierbestände in der Region zu verhindern, werden von den zuständigen Behörden vor Ort die gemäß der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Zum Schutz der bayerischen Geflügelbestände soll bayernweit eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet werden. Das hat das Bayerische Umweltministerium aufgrund einer Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veranlasst.

26.02.2021: FLI aktualisiert Risiko-Einschätzung - Fall im Landkreis Würzburg festgestellt

Das Friedrich-Löffler-Institut hat seine Risikoeinschätzung zur Vogelgrippe aktualisiert. Das Risiko der
Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen wird
als hoch eingestuft. In Gebieten mit einer hohen Dichte von Geflügelhaltungen ist von einem hohen Eintragsrisiko
durch Verschleppung des Viruszwischen Geflügelhaltungen auszugehen. Das akute Geschehen scheint
sich gegenwärtig etwas zu verlangsamen, dennoch steigt die Zahl HPAIV H5-positiv getesteter Vögel täglich in ganz Europa weiter an. So sind in Deutschland seit dem 30.10.2020 über 650 HPAIV H5-Fälle bei Wildvögeln, 66 Ausbrüche bei Geflügel, davon drei bei gehaltenen Vögeln in Tierparks festgestellt worden. Außerdem meldeten 25 europäische Länder Wildvogelfälle bzw. Ausbrüche von HPAIV des Subtyps H5 bei gehaltenen Vögeln.

Geflügelpest bei Hausgeflügel im Landkreis Würzburg festgestellt
Am 25. Februar 2021 wurde der dritte Fall der HPAI in einer Geflügelhaltung in Bayern amtlich bestätigt. Dabei handelt sich um eine kleine Hobbyhaltung in Würzburg. (Mehr zu den Pflichten für Geflügelhalter im Landkreis Würzburg hier). Somit sind in Bayern derzeit drei Fälle in Geflügelhaltungen amtlich bestätigt (Landkreise Bayreuth, Weißenburg-Gunzenhausen und Würzburg). Bei allen drei Haltungen handelt es sich um Kleinhaltungen. Fälle bei Wildvögeln sind in folgenden Landkreisen amtlich bestätigt: Passau, Landsberg am Lech, Hassberge, Starnberg, Neuburg-Schrobenhausen, Erlangen-Höchstad, Stadt Bayreuth und Straubing. Aktuell in Abklärung sind in Cham und Roth Verdachtsfälle bei Wildvögeln.

 

24.02.2021: Geflügelpest-Fall bei Wildvogel im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist ein aktueller Fall von Geflügelpest (HPAI) vom Typ H5N8 durch das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel werden deshalb, im gesamten Landkreis Erlangen-Höchstadt und, wegen der räumlichen Nähe auch im Erlanger Stadtgebiet Schutzmaßnahmen angeordnet. Zur Meldung des Landratsamtes ...

15.02.2021: Geflügelpest erreicht Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Die Geflügelpest breitet sich weiter in Bayern aus. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit teilte mit, dass im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erstmals bei einer am 6. Februar 2021 mit auffälligen Symptomen verendeten Graugans das Virus der Geflügelpest (Subtyp H5N8) nachgewiesen wurde. Um einen Eintrag des Geflügelpestvirus in Hausgeflügelbestände zu verhindern, ist Hausgeflügel ab dem 14. Februar 2021 aufzustallen. Dies gilt für alle privaten und gewerblichen Tierhalter. Wie die Aufstellung zu erfolgen hat und was zur Früherkennung weiterhin verpflichtend ist, lesen sie auf der Webseite des Landkreises. Dort finden Sie auch den Link zur Allgemeinverfügung.
 

12.02.2021: Stallpflicht herrscht aktuell in 7 Landkreisen

Aktuell herrscht aufgrund infizierter Wildvögel Stallpflicht für Geflügel in den Landkreisen Starnberg, Passau, Rottal-Inn, Landsberg am Lech und Haßberge. Am 29.1.21 wurde in einem Hausgeflügelbestand im Landkreis Bayreuth die Geflügelpest nachgewiesen, so dass daraufhin auch in den Landkreisen Bayreuth und Forchheim (mitbetroffen vom Sperrgebiet) die Stallpflicht angeordnet wurde. Betroffen hiervon sind Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden (Geflügel im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 der Geflügelpest-Verordnung).

Am 29.1.12 hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel bayernweit angeordnet und bezieht ausdrücklich die Halter mit weniger als 1000 Tieren incl. Hobbyhalter mit ein. Erforderliche Maßnahmen werden von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden vor Ort durch eine Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Darin werden abhängig von den konkreten örtlichen Gegebenheiten Maßnahmen geregelt wie die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion.

--> Folgende Maßnahmen gelten

Anordnungen erfolgen anhand einer für Bayern entwickelten Risikobewertung auf Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien. Durch die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Von einer bayernweiten Stallpflicht wurde bislang abgesehen.

Das sagt der BBV: Die risikobasierte Vorgehensweise des StMUV ohne pauschale Stallpflicht, aber mit flächendeckender Erhöhung  der Biosicherheitsmaßnahmen ist aus unserer Sicht in der aktuellen Situation ein guter Kompromiss zwischen den Erschwernissen für die Geflügelhalter und dem bestmöglichen Schutz der Geflügelbestände.

 

01.02.2021: Ausbruch in kleinem Hausgeflügelbestand im Landkreis Bayreuth

Das Umweltministerium hat den ersten Vogelgrippeausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 20 Hühnern im Landkreis Bayreuth bestätigt. Der Betrieb wurde von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde gesperrt und die Tiere gemäß der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung gekeult. Die weiteren ergriffenen Maßnahmen vor Ort, darunter auch die Anordnung der Stallpflicht, sind in einer Allgemeinverfügung des Landratsamts geregelt.

 

27.01.2021: Neuer Fall in Herrsching/Ammersee

Im Landkreis Starnberg wurde ein aktueller Fall von Geflügelpest amtlich bestätigt. Bei einer Möwe aus dem Gemeindegebiet Herrsching wurde vom Friedrich-Löffler-Institut das hochpathogene Geflügelpestvirus, Subtyp H5, nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel werden deshalb für das gesamte Landkreisgebiet Schutzmaßnahmen, insbesondere die Aufstallung von Geflügel, angeordnet.
Lesen Sie hier die Mitteilung des Landratsamtes.

 

26.01.2021: Drei Schwäne im Landkreis Haßberge betroffen

Im Landkreis Haßberge ist ein aktueller Fall von Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – amtlich bestätigt: Bei drei Schwänen wurde das Geflügelpest-Virus vom Typ H5N8 vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Der Landkreis hat Schutzmaßnahmen für den gesamten Landkreis Haßberge angeordnet und eine allgemeine Stallpflicht erlassen. Mehr dazu lesen online Sie auf der Seite des Landkreises Haßberge. Dort finden Sie auch den Link zur Allgemeinverfügung.

 

05.01.2021: Geflügelpest im Landkreis Landsberg am Lech nachgewiesen

Für sämtliche Geflügelhaltungen im Landkreis Landsberg gilt ab sofort die Stallpflicht. Weil an den großen Wasserflächen des Landkreises Landsberg viele Wasservögel verschiedenster Arten überwintern, geht der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Michael Veith, davon aus, "dass das Virus sich bereits in der Umgebung ausgebreitet hat. Aus diesem Grund hat der Landkreis am 04.01.2021 per Allgemeinverfügung eine kreisweite Stallpflicht für alle Arten der Geflügelhaltung verfügt. Diese gilt für gewerbliche Haltungen genauso wie für Hobbyhaltungen. Kontakte von Hausgeflügel mit Wildvögeln, insbesondere wildlebenden Wasservögeln, müssen unbedingt verhindert werden.“

Worauf Geflügelhalter jetzt achten müssen
Geflügelhalter sollten ihre Tiere möglichst in geschlossenen Ställen auf stallen. Wo kein Stall verfügbar ist, müsse die Haltung mindestens unter einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung erfolgen. Gitter oder Netze als Überdachung reichen nicht aus. Futter, Wasser und Geräte, die im Geflügelbestand eingesetzt werden, dürfen nicht mit Wildvögeln in Berührung kommen. Außerdem ist auf eine strikte Zugangsbeschränkung zu achten. An den Eingängen zu den Geflügelhaltungen ist eine Schuhdesinfektion durchzuführen. Beim Betreten der Geflügelhaltung ist Schutzkleidung (einschließlich Stiefel) anzulegen, Einwegkleidung ist anschließend unverzüglich im Hausmüll zu entsorgen. Es ist eine Möglichkeit zum Waschen der Hände vor und nach Betreten des Stalles vorzusehen.

Hier lesen Sie die Mitteilung des Veterinäramtes
 

21.11.2020: Geflügelpest im Landkreis Passau

Nachdem zunächst vor allem Wildvögel in Küstennähe an der Geflügelpest verendet waren, wies das FLI das aviäre Influenza-Virus bei Wildenten im Landkreis Passau am 19.11.2020 nach. In den Landkreisen Passau (großteils) und Rottal-Inn (gesamt) besteht ein Aufstallungsgebot für Haus-/Nutzgeflügel. Um ein Übergreifen der Tierseuche auf Hausgeflügelbestände zu verhindern, gilt s in einem Großteil des Landkreises Passau sowie im gesamten Landkreis Rottal-Inn ein Aufstallungsgebot. Betroffen sind circa 1000 private und landwirtschaftliche Geflügelhaltungen. Gerade Hobbyhalter und Besitzer von Kleinstbeständen an Geflügel empfinden es als große Einschränkung, ihren Bestand aufzustallen und mit oftmals entstehenden Verhaltensstörungen der Tiere umzugehen. Andererseits geht laut Aussage des StMUV gerade von diesen Beständen die höchste Gefährdung der Einschleppung aus.

Es ist daher – abgesehen von der bestehenden Verpflichtung – ein Gebot der Solidarität, die Aufstallungspflicht sowie die Biosicherheitsmaßnahmen ernst zu nehmen, denn die Folgen einer Infektion betreffen nicht nur den Bestand direkt, sondern auch das landwirtschaftliche Umfeld: Im Falle einer Infektion mit HPAI in einem Hausgeflügelbestand wird der Bestand getötet und ein Sperrbezirk von ca. 3 km angelegt, in welchem umfangreiche Schutzmaßnahmen durchgeführt werden (ggf. mit weiteren Keulungen) sowie Transportbeschränkungen bestehen, die u. U. auch für Futtermittel sowie Säugetiere gelten. Dadurch ist je nach Lage der Geflügelhaltung die Mit-Betroffenheit der kompletten landwirtschaftlichen Nachbarschaft gegeben.

Große Sorge bereitet die Aufstallungsverpflichtung ebenso den Erzeugern von Freilandprodukten, denn sollte die Stallpflicht mehr als 16 Wochen (neu! früher 12 Wochen) andauern, dürfen die Produkte nicht mehr als Freiland-Produkte verkauft werden, z. B. Freiland-Eier müssen als Bodenhaltungs-Eier deklariert werden und somit empfindliche Preisabschläge hingenommen werden.

Um den Verlauf der Tierseuche gut verfolgen zu können, hat das StMUV das Wildvogel-Monitoring ausgeweitet und wird bei Bedarf die Aufstallungsverpflichtung risikoorientiert ausdehnen.

Weitere Informationen - auch zu den Fallzahlen - erhalten Sie auf der Seite des LGL.

-> zu den Untersuchungszahlen

Zu meiner Geschäftsstelle