Politik & Förderung

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Die EU Flaggen wehen in Brüssel

Grüne Woche: Debatte zur Zukunft der EU-Agrarpolitik

Forum des Deutschen Bauernverbandes auf der Grünen Woche

09.01.2020 |

„Während in der EU höchste Standards für die Arbeit auf den Feldern und im Stall gelten und ständig Auflagen hinzukommen, liegen Lebensmittel aus dem Ausland in den Regalen, die unter völlig anderen Rahmenbedingungen erzeugt wurden“, macht Bauernpräsident Walter Heidl deutlich. Es handle sich zum Teil um Produkte, für deren Herstellung Regenwald abgeholzt wurde, Arbeiter schonungslos ausgebeutet oder Mittel eingesetzt wurden, die in der EU gar nicht zugelassen sind. „Unsere Bauern müssen ständig neue Anforderungen erfüllen. Bei Drittlandsimporten oder beim Mercosur-Abkommen aber spielen Standards praktisch keine Rolle. Diese Doppelmoral ist inakzeptabel!“, so Heidl.

Die Konkurrenz durch genau diese Produkte sei es jedoch, die auf dem globalen Markt den Ton angebe und Preise mache. „In dieser Situation ist die EU-Agrarpolitik mit den Direktzahlungen der notwendige finanzielle Ausgleich und der politische Versuch, ein Gleichgewicht herzustellen“, so Heidl. „Kürzungen oder gar eine Streichung der Direktzahlungen hätten verheerende Auswirkungen für die regionale Landwirtschaft. Stattdessen muss eine gezielte Weiterentwicklung her.“ Bereits seit 2015 erhalten Betriebe, deren Größe unterhalb des deutschen Durchschnitts liegt, mehr Geld pro Hektar. Das bedeutet für Bayern und seine kleinen und mittleren Bauernhöfe: 50 Millionen Euro mehr pro Jahr. Neben einer starken zweiten Säule der GAP in Bayern fordert der BBV den weiteren Ausbau dieses Instruments. Außerdem müssen junge Landwirte besser unterstützt und die Bürokratie endlich vereinfacht werden.

 

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