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Bauern setzen klares Zeichen

BBV fordert bei Agrarministerkonferenz in Würzburg Entlastungen, fairen Wettbewerb und starke Agrarpolitik

24.09.2026 | Ein deutliches Zeichen haben rund 500 Bäuerinnen und Bauern anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) heute in Würzburg gesetzt. Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbands kamen Landwirtinnen und Landwirte, Junglandwirte und Vertreter landwirtschaftlicher Organisationen zur Kundgebung und zum anschließenden Demonstrationszug zusammen. Die Route führte direkt am Tagungsort der AMK vorbei.

Auf der Bühne und beim Demo-Zug standen die zentralen Anliegen der bayerischen Bauernfamilien im Mittelpunkt: Kosten müssen runter, wirtschaftliche Erzeugung muss möglich bleiben und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) muss über 2027 hinaus stark aufgestellt werden. „Denn hinter den steigenden Kosten, Bürokratie und fehlender Planungssicherheit stehen Menschen, Familien und Betriebe, die wissen wollen, ob sie morgen noch eine Perspektive haben“, machte BBV-Präsident Günther Felßner bei der Kundgebung deutlich.
 

„Die Landwirtschaft hängt am seidenen Faden. Aber nicht nur die Landwirtschaft. Am Schluss hängt die Zukunft unseres Landes Europas, die Sicherheit, der Wohlstand am seidenen Faden. Und wenn die Landwirtschaft leidet, dann sind die anderen Bereiche alle nicht lösbar. Deswegen brauchen wir heute Beschlüsse für die Zukunft der Landwirtschaft in Bayern, in Deutschland und in Europa auf dieser Agrarministerkonferenz“, forderte Felßner. 
 

„Die Betriebe brauchen angesichts von hohen Energie- und Betriebsmittelkosten, schwierigen Märkten sowie den Folgen von Hitze und Trockenheit jetzt konkrete Entlastungen. Die Dieselkosten müssen gesenkt werden - und zwar jetzt“, so Felßner. Der Bauernverband fordert unter anderem die vollständige Agrardieselentlastung von 21,48 Cent je Liter für den Verbrauch 2025, weitere Entlastungen bei den Energiekosten sowie 500 Millionen Euro Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung.
 

Zugleich richtet sich der Blick nach Brüssel. Für die GAP 2028 bis 2034 fordert der BBV mindestens 500 Milliarden Euro EU-Agrarmittel, eine hohe Einkommenswirksamkeit, weniger Bürokratie und eine starke erste und zweite Säule.
 

Auch bei Handelsabkommen, Düngerecht, Tierhaltung, Pflanzenschutz, Naturwiederherstellungsverordnung und erneuerbaren Energien braucht es aus Sicht des Verbandes verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen. Die Botschaft aus Würzburg: Landwirtschaft braucht Perspektive – durch weniger Belastungen, faire Wettbewerbsbedingungen und eine starke Agrarpolitik.
 

© BBV amk-demo
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