Bauernmilliarde: Aktuelle Probleme sind mit Geld allein nicht zu lösen
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"Aktuelle Probleme sind nicht mit Geld zu lösen!"

Bauernpräsident Heidl bezeichnet Koalitionsbeschluss als große Enttäuschung

31.01.2020 | Für die deutsche Landwirtschaft soll in den kommenden vier Jahren eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Das hat die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD in dieser Woche beschlossen.

"Wir sind enttäuscht über das Ergebnis der Koalitionsrunde, weil es nicht die aktuellen Problemfelder löst", sagte Bauernpräsident Walter Heidl am Donnerstagmorgen in einer Videobotschaft. "Es ist zwar anzuerkennen, dass man zum Beispiel für Investitionen in Richtung Tierwohl, für teure Technik und andere Umstellungsmaßnahmen zusätzliche Fördermittel bereitstellen will." Das aktuelle Problem mit der Verschärfung der Düngeverordnung werde aber nicht angegangen. "Und das ist mit Geld nicht zu lösen."

Bevor überhaupt über weitere Verschärfungen diskutiert wird, müssen aus Heidls Sicht die fachlichen Defizite zum Beispiel beim geplanten Verbot der Sommerdüngung sowie die Defizite bei den Messstellen und -ergebnissen behoben werden. "Wir brauchen unbedingt eine Reaktion auf die fachliche Kritik, die wir seit vielen Wochen eingebracht haben", fordert Heidl. "Wir brauchen Lösungen in der Sache. Die Probleme können an dieser Stelle nicht mit Geld geheilt werden."

 

Sehen Sie hier die Videobotschaft von Bauernpräsident Heidl: