Landwirtschaft & Umwelt

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Wolfsrisse im Wildgehege
Im Landkreis Bayreuth sind in den vergangenen Tage mehrere Stück Wild in einem Gehege gerissen worden - mutmaßlich von einem Wolf, der gelernt hat, Barrieren wie Zäune zu überwinden und der die Scheu verloren hat.

Weidetiere statt Wolfsreviere

Bauernverband für Schutz der Weide-, Freiland- und Offenstallhaltung

03.03.2021 |

Trotz Zaun und Schutz durch zwei Wildgatter sind im oberfränkischen Betzenstein (Landkreis Bayreuth) in den vergangenen Tagen 25 Tiere (Rotwild, Damwild und Mufflons) gerissen worden. Nach diesen mutmaßlichen Wolfsattacken in der Fränkischen Schweiz fordert der Bayerische Bauernverband ein aktives Bestandsmanagement des Wolfes.

„Da der Wolf keine natürlichen Feinde hat, breiten sich die Tiere ungebremst in Bayern aus. Diese Entwicklung trifft inzwischen nicht nur die Alpenregion und Mittelgebirge, sondern der Wolf sorgt bereits flächendeckend für Probleme“, sagt Günter Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Der mutmaßliche Angriff auf Gehegewild in der Fränkischen Schweiz macht mehr als deutlich, dass Weidetiere und Wolfsreviere nicht nebeneinander bestehen können. Wir fordern deshalb den Schutz der Weide-, Freiland- und Offenstallhaltung vor dem Wolf!“

Der Wolf stellt eine riesige Gefahr für Weidetiere dar. „Ein Nebeneinander von Weidehaltung und Wolfsrudeln ist nicht möglich – da können die Zäune noch so gut sein! Wir fordern daher die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und praktikable Regulierungsmöglichkeiten!“, sagt Felßner. Es steht der Erhalt von tiergerechten Haltungsformen und von traditionellen Kulturlandschaften in Bayern auf dem Spiel – und damit letztlich auch der Naturschutz selbst.“

 

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gerissenes Gehegewild
Diese Rissspuren lassen vermuten, dass es sich bei dem tödlichen Angriff auf das Wildgehege in Betzenstein um Wolfsrisse handelt.
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