Landwirtschaft & Umwelt

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Eine Waldfläche mit Acker im Vordergrund.

Klimaschutz: Landwirtschaft ist Teil der Lösung

Insbesondere Humus und Wald haben hohes Potenzial, Kohlendioxid zu binden

13.09.2019 |

„Die Land- und Forstwirtschaft hat eine Dreifachrolle mit Blick auf den Klimawandel und Klimaschutz. An erster Stelle ist sie Teil der Lösung. Denn sie ist die einzige Branche, die mit ihrer Biomasseproduktion zum Klimaschutz beitragen kann und über Böden, Wälder und Ernteprodukte aktiv CO2 bindet“, sagt Stefan Köhler, Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

Durch Humusaufbau in Böden und den Erhalt der Bodenkohlenstoffvorräte kann die Land- und Forstwirtschaft große Mengen an CO2 speichern und damit den Treibhausgasgehalt in der Atmosphäre aktiv reduzieren. Dabei geht es nicht nur um Ackerbau, wo durch Fruchtfolgen, konservierende Bodenbearbeitung, die Rückführung von Ernteresten und Zwischenfrüchten und den Einsatz von Gülle und Mist Potenzial zum Humusaufbau besteht. Es geht auch um Grünland, das aufgrund der ganzjährigen Bodenabdeckung und der fehlenden Grundbodenbearbeitung gute Möglichkeiten der CO2-Speicherung bietet.
 
Besonders hebt Köhler auch den Wald hervor. „Beim Klimaschutz ist der Wald unser Star! Die Fähigkeit, ständig nachzuwachsen und dabei fortwährend Kohlendioxid zu speichern, macht Holz zu einem einzigartigen Rohstoff und Baustoff.“

Die wichtige Rolle der Land- und Forstwirtschaft beim Klimaschutz zeigt sich auch im Ersatz fossiler Energieträger. Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie leisten einen bedeutenden Beitrag, um im Verkehr und bei der Versorgung mit Wärme und Strom Treibhausgase einzusparen.


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