Landwirtschaft & Umwelt

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Mahd auf einer grünen Wiese

Grünlandmahd: Wildtieren muss die Flucht ermöglicht werden

Alois Glück im Interview zur Auslegung des Naturschutzgesetzes beim Mähen

08.04.2020 |

Um Wildtiere und Insekten zu schützen, sollten Sie beim Mähen von Grünlandflächen ab 1 Hektar die Vorgaben und Beispiele aus dem LfL-Mähknigge beachten. Diese Mähtechniken und -verfahren sind je nach Grundstücksform anzupassen. Das muss der Landwirt nach bestem Wissen und Gewissen abwägen und entscheiden. Wesentlich ist: Den Wildtieren muss die Flucht ermöglicht werden!

Diese Auslegung war das Ergebnis der Unterarbeitsgruppe „Mahd“, die Alois Glück als Leiter des Runden Tisches zur Umsetzung des Volksbegehrens „Artenvielfalt“ extra eingesetzt hatte. Im Interview mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erklärt Alois Glück das im Detail: „Das übergeordnete Ziel ist, den Tieren mit angepassten Mähverfahren entsprechend ihrem Fluchtverhalten, die größtmögliche Überlebenschance zu geben. Die Beratungen haben ergeben, dass aufgrund unterschiedlicher Grundstücksverhältnisse ein einheitliches Verfahren und eine einheitliche Vorschrift den sehr unterschiedlichen Situationen in der Natur nicht gerecht wird.“

Bei der Kontrolle durch Behörden ist entscheidend, dass Landwirte plausibel machen können, welche Vorkehrungen zum Wildtierschutz und für die Fluchtmöglichkeiten für Wildtiere sie getroffen haben. Dabei muss mindestens eine Präventationsmaßnahme aus dem  LfL-Mähknigge umgesetzt werden.

Der Schutz der Wildtiere beim Mähen und bei landwirtschaftlichen Arbeiten muss nicht erst seit Inkrafttreten des neuen Bayerischen Naturschutzgesetzes gewährleistet werden. Die Vorgabe ergibt sich bereits aus den Regelungen des Tierschutzgesetzes. Dementsprechend wird seit Jahren frühzeitig auf ein sorgsames Vorgehen und auf die Nutzung geeigneter Präventionsmaßnahmen hingewiesen.

 


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