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BBV-LIZ Projekt Senegal
© BBV-LIZ
Treffen mit der Landwirtschaftlichen Genossenschaft des Departements Foundiougne, die 50 lokale Bauernorganisationen umfasst und an einer Zusammenarbeit mit der BBV-LIZ interessiert ist.

Netzwerke für Landfrauen stärken

Projektstart in Senegal: Erfolgreiche Suche nach lokalen Partnern

18.05.2026 | In Senegal, in den Regionen Diourbel, Fatick und Kaolack sollen Landfrauen durch Netzwerke und Interessengemeinschaften in ihren Rechten gestärkt werden, um Entwicklungen in ihrer Heimat voranzutreiben. Eine aktuelle Reise diente der Vorstellung des Projekts der BBV-Landfrauen und der Suche nach lokalen Partnern.

Senegal zählt zu den dynamischsten Volkswirtschaften Afrikas – doch Nahrungsmittelknappheit, hohes Bevölkerungswachstum und Arbeitslosigkeit bremsen die Entwicklung. Besonders im ländlichen Raum sind Landrechte ein zentrales Thema: Über 95 Prozent des Bodens gehören dem Staat, was zu Nutzungskonflikten führt.

Mit dem Projekt „Stärkung von Bäuerinnen und Landfrauen in Djourbel, Fatick und Kaolack“ in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen haben sich die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband im Senegal zum Ziel gesetzt, Frauen im ländlichen Raum zu stärken. Und zwar dort, wo ihre Rolle für das Gemeinwesen besonders wichtig ist: in den Dörfern, in den Familien, in der Landwirtschaft. Dort entstehen Strukturen, die den Frauen helfen ihren Interessen Gehör zu verschaffen, beim Zugang zu Bildung und dem Aufbau von Netzwerken.

„Landfrauen in Senegal brauchen Werkzeuge, nicht Almosen. Unser Projekt verbindet Wissen, Austausch und Führungstraining, um Eigeninitiative zu entfachen und Frauen als Treiberinnen des Wandels sichtbar zu machen“, sagt Landesbäuerin Christine Singer.

Das Projekt wird von der Bayerischen Staatskanzlei finanziert. Durch diese drei Maßnahmen soll das Landfrauennetzwerk in den drei Regionen in Senegal gestärkt werden:

  • Stärkung im Bereich der Interessenvertretung
  • Schulungen im Bereich Agribusiness, Exkursionen und praktische Unterweisungen
  • Voneinander Lernen und Austausch.

Erfolge der Reise: Starke Partner gefunden
Bei ihrer Reise konnten die Projektverantwortlichen staatliche Behörden sowie zivilgesellschaftliche Akteure von den Projektinhalten und -zielen überzeugen. Es wurden wertvolle Kontakte geknüpft mit Landfrauenverbänden, Bauernorganisationen und Nichtregierungsorganisationen, die die Lebensbedingungen von Familien und der ländlichen Bevölkerung fördern. Mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurden ebenfalls konstruktive Gespräche geführt. Die GIZ unterstützt den Senegal dabei, Landkonflikte zu reduzieren und die Landrechtsverwaltung zu fördern. 

Nächste Schritte
In der nächsten Phase stehen vertiefende Gespräche mit den Frauengruppen und lokalen Organisationen an. Besonders im Fokus: kleine, lokal verankerte Initiativen, die direkt von der Stärkung profitieren können.
Das Fazit zu dieser ersten Projektreise: „Ein erfolgreicher Start mit klaren Partnern und Zielgruppen – das Projekt hat das Potenzial, die Lebensbedingungen von Landfrauen im Senegal nachhaltig zu verbessern“, sagt Landesbäuerin Singer.
 

Zur BBV-Landfrauen Internationale Zusammenarbeit GmbH

Die BBV-Landfrauen Internationale Zusammenarbeit GmbH (BBV-LIZ) wurde im Februar 2017 vom Bayerischen Bauernverband als gemeinnützige Gesellschaft gegründet.

Gegenstand und Zweck ist die Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Frauen im ländlichen Raum in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die BBV-LIZ engagiert sich von Dezember 2025 bis März 2028 mit dem Projekt: „Stärkung von Bäuerinnen und Landfrauen in Diourbel, Fatick und Kaolack in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen“ im Senegal.

Das Projekt wird vom Freistaat Bayern durch die Bayerische Staatskanzlei als Maßnahme im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit gefördert.

Weitere Infos und Berichte finden Sie auf unserer Homepage: www.bbv-liz.de