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Gemüse

Existenzbedrohende Explosion der Energiekosten

Entlastungen für Landwirtschaft und Gartenbau vom Bund gefordert

23.09.2022 |

Ein Zusammenbruch der Produktion ist nicht auszuschließen, denn die Betriebe fallen aufgrund ihrer klein- und mittelständischen Struktur nicht in den Geltungsbereich der Hilfsprogramme der Bundesregierung.
Der Arbeitskreis Sonderkulturen fordert in einem Schreiben Unterstützung von der Staatsregierung, dass sinnvolle Maßnahmen vom Bund getroffen werden, die den Erzeugern kurzfristig helfen:

  • Berücksichtigung von Betrieben aus Landwirtschaft und Gartenbau im Rahmen „erweiterter Belastungskriterien" im Entlastungspaket, damit diese vom „Energiekostendämpfungsprogramm zur Entlastung besonders energie- und handelsintensiver Unternehmen" profitieren können.
  • Nicht nur die Verschiebung der nächsten Stufe des CO2-Preises, sondern ein kurzfristiges Aussetzen verschafft den Betrieben eine Erleichterung.
  • Auch die CO2-Bepreisung für Kohle muss verschoben werden.
  • Absenkung der Energiesteuer auf null für kleine und mittlere Unternehmen.

Auch die Dachverbände machen deutlich, dass die Erzeugung von Obst, Gemüse und Kartoffeln aufgrund der hohen Qualitätsstandards äußerst energieintensiv ist. Die steigenden Kosten können nicht am Markt weitergeben werden, da der Lebensmittelhandel aufgrund reduzierter Kaufkraft der Verbraucher zunehmend auf preiswerte Importware zurückgreift. Der Zusammenbruch der Produktion würde zu Versorgungsengpässen führen und das Ende einer regionalen und nachhaltigen Erzeugung bedeuten.
Die Staatshilfen müssen schnell und unbürokratisch kommen, denn was heute nicht gesät wird, kann morgen nicht geerntet werden und steht übermorgen der Bevölkerung nicht zur Verfügung.

Auch der Deutsche Bauernverband hat sich in einem gemeinsamen Schreiben mit den Fachverbänden an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gewandt und gefordert, schnell finanzielle Hilfen für Unternehmen dieser Branchen auf den Weg zu bringen.

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