PRESSEMITTEILUNG

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Blüte

Landwirtschaft Biodiversität

Blüten, Bienen und Blühstreifen

Blühende Rahmen

Blühstreifen am Rand von Äckern machen nicht nur der Bevölkerung und den Bauern selbst eine Freude, sondern kommen auch bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten gut an. Das zeigen die vielen „Blühenden Rahmen“, die bereits seit 2011 bei einer gemeinsamen Aktion des Bayerischen Bauernverbandes und des Landesverbandes Bayerischer Imker Jahr für Jahr angelegt werden. Mit diesem großen Engagement haben die bayerischen Bauern 2014 den ersten „European Bee Award“ gewonnen.

Auch heuer läuft der Wettbewerb "Blühende Rahmen" wieder. Landwirte leisten damit einen direkten Beitrag für die Biodiversität.

  • Blühstreifen liefern wertvolle Nahrung für Bienen und andere Insekten.
  • Sie bieten Unterschlupf und Futter für Wildtiere.
  • Als besonderer Blickfang setzen sie bunte Akzente in der Natur.
  • Der Landwirt trägt die Kosten für das Saatgut sowie den Ertragsauafall auf der Fläche der Blühstreifen.

Im Jahr 2017 wurden allein über die bayerischen Agrarumweltprogramme zusätzliche Blühflächen auf der Fläche von rund 12.000 Fußballfeldern geschaffen. „Während der Flächenverbrauch in Bayern weiter ansteigt und beim Thema Insektensterben trotzdem den Bauern der schwarze Peter zugeschoben werden soll, hat sich 2017 jeder zweite Landwirt – freiwillig und über das hohe gesetzliche Niveau hinaus – zu besonderen Leistungen für den Umwelt- und Naturschutz verpflichtet", sagt BBV-Umweltpräsident Stephan Köhler.

Laut Bayerischem Artenschutzbericht sind 80.000 der insgesamt 100.000 in Deutschland heimischen Arten in Bayern daheim. 47 Prozent der Fläche in Bayern werden landwirtschaftlich genutzt und sind gleichzeitig Lebensraum für diese Pflanzen und Tiere. „Die Bauern helfen mit ihrer täglichen Arbeit und verantwortungsvoller Wirtschaftsweise, die bayerische Kulturlandschaft und die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in Bayern zu pflegen und zu erhalten. Ob Ackerbauer oder Milchviehalter, Schäfer oder Teichwirt, jeder Betrieb ist ein wichtiger Partner für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten sowie der Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaften. „Wir Bauern helfen mit unserer täglichen Arbeit und verantwortungsvoller Wirtschaftsweise, die bayerische Kulturlandschaft und die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu pflegen und zu erhalten“, sagt Köhler.

© Marek Kosmal/Fotolia
Biene auf Blüte

Bienen

Bei leider immer wieder auftretenden Schäden oder Verlusten ganzer Bienenvölker ist der Schuldige
oft schnell gefunden: Die Landwirtschaft und der Einsatz von „Pestiziden“.

Dabei sind gerade im Herbst und Winter auftretende Schäden selten auf Pflanzenschutzmittel zurückzuführen,
sondern meist auf die Varroamilbe oder den Befall der Bienen mit Viruserkrankungen oder Darmparasiten. Laut Julius-Kühn-Institut traten im Jahr 2017 gesamt 116 Bienenschadensfälle in Deutschland mit Verdacht auf Pflanzenschutzmittel auf, 21 davon in Bayern. 12 Schadensfälle seien auf Insektizide zurückzuführen gewesen.

Kein Bienensterben!
Seit 2010 gibt es in Deutschland kein Bienensterben mehr, wie die Zahlen des Deutschen Imkerbundes belegen.

2010: 685.000 Völker
2017: 877.000 Völker

 

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