PRESSEMITTEILUNG

© Baumgart/StMELF
Herr Brunner, Frau Scharf und Herr Heidl mit weiteren Gäste bei der Unterschreibung des Wasserpaktes
Landwirte haben eine besondere Verantwortung beim Wasser- und Gewässerschutz, dazu haben insgesamt 14 Partner den bayerischen Wasserpakt unterschrieben und vorgestellt. Das Bild zeigt die Minister Brunner und Scharf (vorne) mit den Bündnispartnern (v.l.): Johann Kreitmeier (Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung in Bayern), Rudolf Sagberger (Bayerischer Müllerbund), Christian Beckmann (Agrarbildungszentrum Schönbrunn), Walter Heidl (Bayerischer Bauernverband), Markus Rauh (Verband der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft), Christine Wutz (Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern), Georg Thalhammer (Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe), Prof. Albert Göttle (Landesfischereiverband), Dr. Stefan Rauh (Fachverband Biogas), Walter König (Verein zur Förderung des Bayerischen Qualitätsgerstenanbaus), Jörg Freimuth (Bayerischer Gärtnereiverband).

Heidl: „Bauern haben besondere Verantwortung beim Wasserschutz“

Bauernverband unterstützt Wasserpakt – Wasser- und Gewässerqualität verbessern
21.03.2017 |

„Wir Bauern sind die größten Flächennutzer in Bayern. Wir haben deshalb eine besondere Verantwortung beim Wasser- und Gewässerschutz. Wir wollen unser bayerisches Wasser schützen und gemeinsam dort anpacken, wo es Probleme gibt.“ Der Wasserpakt sei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Mit dem Pakt werden die Kräfte gebündelt, um gemeinsam und über die gesetzlichen Vorgaben hinaus den Wasser- und Gewässerschutz in Bayern zu stärken. „Beim Wasser- und Gewässerschutz geht es schließlich um viel mehr als Landwirtschaft“, sagt Heidl. „Über die Hälfte des Stickstoffs kommt über den Verkehr, aus Industrieanlagen oder Heizungen in die Böden und dann ins Grundwasser. Die Vernetzung mit anderen Partnern ist deshalb ein entscheidender Faktor für das Gelingen des Wasser- und Gewässerschutzes in Bayern.“

Die Landwirtschaft verpflichtet sich im Wasserpakt zu einem ganzen Paket an freiwilligen Maßnahmen. Unter anderem werden der Bayerische Bauernverband und der Maschinenring eine digitale Plattform bereitstellen, damit Landwirte Gülle und Mist besser und einfacher austauschen können. So soll der Einsatz dieses wertvollen Düngers weiter optimiert werden. Außerdem werden vom Bauernverband flächendeckend Info-Veranstaltungen zur Wasserrahmenrichtlinie sowie zum Wasser- und Gewässerschutz durchgeführt. In Kooperation mit weiteren landwirtschaftlichen Organisationen und Verbänden berät der Bauernverband seine Mitglieder außerdem, wie sie besonders gewässerschonend wirtschaften können. Mit neuester Technik soll die Düngung auf den bayerischen Äckern und Wiesen weiter verbessert werden. Gemeinsam mit dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft will der Bauernverband zudem den Austausch zwischen Bauern, Kommunen und Grundeigentümern ausbauen.

Bereits heute leisten die Bauern einen entscheidenden Beitrag zum Schutz des Wassers in Bayern. Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es in Bayern zahlreiche Kooperationen zwischen Landwirten und den Wasserversorgern. Auch außerhalb von Wasserschutzgebieten wirtschaften die bayerischen Bauern auf über 600.000 Hektar besonders gewässerschonend. Auch mit Projekten wie „boden:ständig“ oder der Aktion Grundwasserschutz in Franken werden Maßnahmen gemeinsam mit den Bauern entwickelt und umgesetzt. Der Bayerische Bauernverband bringt sich aktiv dort ein, wo nachweislich regionale Probleme vorhanden sind und zeigt sich gesprächsbereit gegenüber den Kommunen. Zudem sind bayernweit Wasserberater zur Unterstützung der Landwirte unterwegs. „Diese Beispiele zeigen: Bayern setzt beim Wasser- und Gewässerschutz sehr erfolgreich auf einen kooperativen Ansatz“, sagt Heidl. „Auf diesem Weg gibt uns der Wasserpakt zusätzlichen Rückenwind.“

Alle Informationen zum Wasserpakt finden Sie unter: www.stmelf.bayern.de/wasserpakt

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