Beratung

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Regenbogen

Mediation

Brücke zur Konfliktlösung im landwirtschaftlichen und ländlichen Bereich

Die Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Sie bietet den Parteien mit Hilfe einer neutralen dritten Person die Chance, Streitigkeiten konstruktiv zu lösen. Da diese Methode häufig bei Familienstreitigkeiten angewendet wird, wird ein besonderer Fokus darauf gelegt, dass es am Ende eine gute Lösung für alle gibt.

Der Bayerische Bauernverband beschäftigt flächendeckend in ganz Bayern ausgebildete Mediatoren. Diese verfügen über viel Erfahrung beim Vermitteln in Streitfragen über die betriebliche Entwicklung oder zwischen zwei Generationen.

 

Kennen Sie das? Haben Sie davon schon davon gehört?

  • Überforderung und fehlende Klarheit bei der Suche nach tragfähigen Lösungen oder zur Neuorientierung
  • Schwierigkeiten bei der Generationenfolge und Hofübergabe
  • Probleme bei Gemeinschaftsprojekten wie Hof- und Betriebskooperationen, Nutzungsänderungen und Projekten im ländlichen Raum
  •  Meinungsverschiedenheiten und schwelende Konflikte zwischen Partnern, in Familien, zwischen Alt und Jung oder bei Erbengemeinschaften
  •  Konflikte mit Behörden und sonstige Rechtsstreitigkeiten bei Entwicklungsprozessen

 

Mit Mediation konstruktiv zum Ziel!

Die Mediation ist ein außergerichtliches Vermittlungsverfahren. Mit Hilfe eines neutralen Moderators werden die Konfliktparteien befähigt, die eigenen Interessen, Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen, diejenigen der anderen zu verstehen und gemeinsam eine gute Lösung für alle Beteiligten zu erarbeiten.
Der/die Mediator/in tritt dabei als Sachverwalter der Interessen beider Parteien auf, macht aus den Gesprächen heraus Vorschläge für mögliche Ideen und denkbare Lösungswege. Entscheidungen treffen am Ende die Parteien selbst. Dabei gilt der Grundsatz: Kooperation statt Konfrontation. Mediation bemüht sich um eine friedliche, produktive und selbstbestimmte Form des Umgangs und Miteinanders. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten müssen und sollen nicht als unüberwindbare Hürde gesehen werden. Gemeinsam Konfliktsituationen zu meistern sollte auch als Herausforderung und Chance gesehen werden. Jeder Konflikt kann somit auch Sinn und Funktion haben. Derartige Auseinandersetzungen können den Entwicklungsprozess von Menschen und der Sache oft sogar fördern. Entscheidend jedoch dabei ist der richtige Umgang mit Konflikten und Meinungsverschiedenheiten. Dabei ist es zielführend, wenn allparteiliche Hilfe und Unterstützung durch Dritte, wie einem Mediator, in Anspruch genommen wird. Es muss deshalb noch nicht bereits der große Streit ausgebrochen sein.
Meinungsverschiedenheiten und Konflikte sind in allen Lebens- und Unternehmensbereichen immer wieder denkbar. Dies sollte man aber nicht als Katastrophe oder unlösbares Problem auslegen. Jeden Konfliktprozess sollte man grundsätzlich dazu nutzen, mit Offenheit und Klarheit die gegenseitigen Standpunkte zu artikulieren und miteinander nach Lösungen zu suchen und dabei auch persönlich wachsen zu können. Dabei ist es nachvollziehbar einfacher, wenn allparteiliche Personen solche Gespräche moderieren und koordinieren.

Wir haben außerordentlich gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Mediationssitzungen in einer Co-Mediation, also mit zwei Mediatoren, durchgeführt werden können. Damit gelingt es besonders gut, dass ein Mediator als Gesprächsführer und Moderator und eine zweite Person als Art Coach sich auf individuelle Einzelfragen, Ideen und Arbeitsprozesse konzentrieren kann. Die Effizienz ist damit enorm hoch.
Für uns als Mediatoren/Innen  in der Rolle als Gesprächsführer und Begleiter sind dabei neben der sozialen Kompetenz auch fundiertes Fachwissen und Erfahrung unerlässlich.

 

Wie läuft ein solches Verfahren ab?

1. Vorbereitungsphase

  • Auftragsklärung mit den Parteien - beide Parteien müssen ein solches Verfahren freiwillig wollen
  • Festlegen von Zielen und „Spielregeln“ des Mediationsverfahrens, Anforderung von notwendigen inhaltlichen Informationen und Unterlagen

2. Gesprächsphase

  • Bei Bedarf Vor- und Einzelgespräche mit den Konfliktparteien: Vortragen unterschiedlicher Sichtweisen, Eruierung von Zielen und Vorstellungen der Parteien, Ermittlung des Konfliktpotentials
  • Gemeinsames Gespräch (runder Tisch): Vortragen unterschiedlicher Sichtweisen, Konflikterhellung, Suche und Diskussion von Lösungs- und Kompromissansätzen, Formulierung von Gesprächsergebnissen, Besprechung über weitere Vorgehensweise

3. Ausarbeitung/Diskussion von Lösungs- und Kompromisswegen

4. Protokollierung einer schriftlichen Übereinkunft
Um die Rechtsverbindlichkeit und wirksame Umsetzung einer gefundenen Vereinbarung in bestimmten Fallsituationen zu sichern ist die notarielle Beurkundung oder im gerichtlichen Verfahren die Aufnahme des Vergleich zu Protokoll erforderlich.

Und bei Bedarf:
5. Umsetzungskontrolle und gegebenenfalls Nachverhandlung und -gespräche

 

Für welche Fälle bietet sich ein solches Verfahren an?

Das Verfahren der Mediation ist für alle geeignet, die bei Meinungsverschiedenheiten eine Verständigung anstreben und Entscheidungen nicht an Dritte (z.B. an das Gericht) abgeben möchten.

Beispiele:

Umsetzung einer Generationenfolge/Hofübergabe und Hofübernahme
-    Anspruchsvolle und komplexe Fallgestaltungen mit einzelnen oder mehreren Hürden
-    Festgefahrene Auseinandersetzungen und Streitfälle
-    Situationen mit fehlender Entscheidungsklarheit

Erbkonflikte
-    Erbauseinandersetzungen
-    Erarbeitung von außergerichtlichen Vereinbarungen

Trennung und Scheidung
-    Erarbeitung von außergerichtlichen Vereinbarungen und denkbaren Auseinandersetzungen

Begleitung und Hilfestellung bei Veränderungs- und Umstrukturierungsprozesse

 

Welche Kosten entstehen in etwa ?

Bei der Mediation wird nach Stunden abgerechnet.

  • Co-Mediation mit zwei Mediatoren: 174,00 Euro pro Stunde
  • Mediative Beratung, Einzel-Mediation und Einzelgespräche mit den Konfliktparteien: 96,00 Euro pro Stunde
  • Telefonische Vor- und Nachgespräche, Protokollerstellung: 78,00 Euro pro Stunde

Rechtsschutzversicherungen übernehmen immer häufiger anfallende Kosten eines Mediationsverfahrens. Fragen Sie bei ihrer Rechtsschutzversicherung nach. Bei Einholung einer Deckungszusage können wir Ihnen behilflich sein.

MEDIATION ist ...

  • zukunftsbezogen.
  • vertraulich.
  • kostengünstig.
  • ergebnisorientiert.

Sie behalten Ihre volle Entscheidungsfreiheit und entwickeln zukunftsorientierte und nachhaltige Ergebnisse.

Wir freuen uns auf den Kontakt und das Gespräch mit Ihnen:
Mediation im Bayerischen Bauernverband
Max-Joseph-Straße 9, 80333 München        
Telefon: 089 5587 444, Fax: 089 55873 269
E-Mail: Mediation@BayerischerBauernVerband.de

 

Hier können Sie den Flyer "Mediation" herunterladen

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