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Landfrauentag
© BBV
Katharina Kern, Susanne Breit-Keßler, Maria Fischbacher

Landfrauentag 2026 in Rott am Inn

Ist Demokratie noch zeitgemäß?

27.03.2026 | Starke Frauen, starke Landwirtschaft

Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal im Gasthaus Stechl in Rott am Inn bildete den würdigen Rahmen für den Landfrauentag 2026. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten eine Veranstaltung, die eindrucksvoll die Bedeutung der Landfrauen für Gesellschaft, Landwirtschaft und Demokratie unterstrich.

Bereits die Begrüßung durch Kreisbäuerin Katharina Kern setzte klare Impulse. In bewegten Zeiten stellte sie die zentrale Frage: Was kann jede und jeder Einzelne Positives bewirken? Dabei rückte sie insbesondere die Sicherstellung unserer Ernährung in den Fokus. Die Stabilisierung der Ernährungssicherheit sei eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft. Dafür brauche es jeden landwirtschaftlichen Betrieb – unabhängig von Größe oder Struktur. Ebenso forderte sie ein Umdenken beim Flächenverbrauch sowie eine flächenschonendere Planung von Infrastruktur. Neben der Versorgung mit Lebensmitteln hob sie auch die große Bedeutung der Bäuerinnen für Brauchtum, Kultur und Tourismus hervor. Ihr Fazit: Starke Frauen sind das Fundament einer starken Landwirtschaft.

In seinen Grußworten würdigte Kreisobmann Sepp Andres das enorme Engagement der Bäuerinnen. Er betonte vor allem den Teamgedanken: Landwirtschaft funktioniere nur im Miteinander von Frauen und Männern, von Jung und Alt. Weitere Grußworte des Rotter Bürgermeisters Daniel Wenrock sowie des stellvertretenden Landrats Josef Huber unterstrichen die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Landfrauenarbeit.

© BBV Bildungswerk Landfrauentag
Voller Saal im Gasthaus Stechl

Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Susanne Breit-Keßler zum Thema „Ist Demokratie noch zeitgemäß?“. Sie machte deutlich, dass demokratische Systeme weltweit unter Druck stehen, gleichzeitig jedoch die Grundlage für langfristigen Wohlstand und Stabilität bilden. Demokratie lebe davon, dass sich Menschen aktiv einbringen – jede und jeder an seinem Platz. Gerade die Landfrauen seien hierfür ein herausragendes Beispiel: Als engagierte Gestalterinnen im ländlichen Raum übernehmen sie Verantwortung, organisieren, führen und prägen die Landwirtschaft weit über die Region hinaus. Ihre Arbeit mache sie zu einem wichtigen Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft. Zudem betonte die Referentin, dass der Beruf der Landwirtin zu den anspruchsvollsten überhaupt zähle.

© BBV Landfrauentag
v.l.n.r. Anja Mayr, AfL, Maria Fischbacher, Meisterinnen Magdalena Graf u. Magdalena Kalz, Katharina Kern, Anna Bruckmeier, AfL

Ein weiterer Programmpunkt war die Ehrung der Hauswirtschaftsmeisterinnen, deren Leistungen und Engagement große Anerkennung fanden. Darüber hinaus wurde ein Spendenscheck der Sparkasse an die Katholische Betriebs- und Dorfhilfe überreicht – ein Zeichen gelebter Solidarität innerhalb der Gemeinschaft.

© BBV Landfrauentag
v.l.n.r. Franz Oberbauer, Sparkasse, Rainer Obertshauser, Sparkasse, Stefan Kürschner, Geschäftsführer KDBH

Abgerundet wurde der Tag durch einen österlichen Handwerkermarkt, der zum Verweilen, Entdecken und Austausch einlud.

Der Landfrauentag 2026 zeigte eindrucksvoll: Die Landfrauen sind nicht nur tragende Säulen der Landwirtschaft, sondern auch wichtige Impulsgeberinnen für Gesellschaft, Zusammenhalt und Demokratie.

© BBV Landfrauentag
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