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Katastrophale Erzeugerpreise setzen den Bauern schwer zu.

48 Euro für's Ferkel ist eine Sauerei!

Bauern demonstrierten bei der Agrarministerkonferenz in Würzburg

25.09.2026 | Am 24. und 25. September 2026 trafen sich die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder zur Agrarministerkonferenz (AMK) in Würzburg. Landwirtinnen und Landwirte aus dem gesamten süddeutschen Raum nutzten diese Tagung, um unter anderem für Kostensenkungen, faire Erzeugerpreise und für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu demonstrieren.

Auf der Bühne und beim Demo-Zug standen die zentralen Anliegen der bayerischen Bauernfamilien im Mittelpunkt: Kosten müssen runter, wirtschaftliche Erzeugung muss möglich bleiben und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) muss über 2027 hinaus stark aufgestellt werden. „Denn hinter den steigenden Kosten, Bürokratie und fehlender Planungssicherheit stehen Menschen, Familien und Betriebe, die wissen wollen, ob sie morgen noch eine Perspektive haben“, machte BBV-Präsident Günther Felßner bei der Kundgebung deutlich.

© Julia Mantler / BBV 2026-09-24_Demo AMK Würzburg Forderungen Schwein
48 EUR für's Ferkel ist eine Sauerei! - diese Botschaft adressieren Erwin Auernhammer, Vizepräsident im BBV Bezirksverband Mittelfranken (links) und Andreas Forster an die Politik.

Betriebe brauchen Entlastungen

„Die Landwirtschaft hängt am seidenen Faden. Aber nicht nur die Landwirtschaft. Am Schluss hängt die Zukunft unseres Landes Europas, die Sicherheit, der Wohlstand am seidenen Faden. Und wenn die Landwirtschaft leidet, dann sind die anderen Bereiche alle nicht lösbar. Deswegen brauchen wir heute Beschlüsse für die Zukunft der Landwirtschaft in Bayern, in Deutschland und in Europa auf dieser Agrarministerkonferenz“, forderte Felßner. 

„Die Betriebe brauchen angesichts von hohen Energie- und Betriebsmittelkosten, schwierigen Märkten sowie den Folgen von Hitze und Trockenheit jetzt konkrete Entlastungen. Die Dieselkosten müssen gesenkt werden - und zwar jetzt“, so Felßner. Der Bauernverband fordert unter anderem die vollständige Agrardieselentlastung von 21,48 Cent je Liter für den Verbrauch 2025, weitere Entlastungen bei den Energiekosten sowie 500 Millionen Euro Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung.

© Sandra Foistner / BBV Demonstranten mit Plakaten
Dass aktuelle die Schweinepreise auf einem totale Tiefstand sind, das macht die Demo-Gruppe aus Mittelfranken zusammen mit Peter Köninger, Präsident im Bezirk Mittelfranken (6.v.l.) deutlich.

Bauern brauchen Perspektiven

Zugleich richtet sich der Blick nach Brüssel. Für die GAP 2028 bis 2034 fordert der BBV mindestens 500 Milliarden Euro EU-Agrarmittel, eine hohe Einkommenswirksamkeit, weniger Bürokratie und eine starke erste und zweite Säule.

Auch bei Handelsabkommen, Düngerecht, Tierhaltung, Pflanzenschutz, Naturwiederherstellungsverordnung und erneuerbaren Energien braucht es aus Sicht des Verbandes verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen. Die Botschaft aus Würzburg: Landwirtschaft braucht Perspektive – durch weniger Belastungen, faire Wettbewerbsbedingungen und eine starke Agrarpolitik.

© BBV Agrarministerkonferenz Würzburg 2026
v.l.n.r.: Thomas Fleischmann (Landesvorsitzender der Bayerischen Jungbauernschaft ), Alexander Stärker (Vorsitzender. Familienbetriebe Land und Forst Bayern e.V.), Jürgen Maurer (Vizepräsident Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V.), Georg-Ludwig von Breitenbuch (Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen), Marion Gentges (Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat), Barbara Becker (Präsidentin des des Fränkischen Weinbauverbands), Karsten Schmal (DBV-Vizepräsident und Präsident des Hessischen Bauernverbandes), Günther Felßner (BBV Präsident), Michaela Kaniber (Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus Bayern), Holger Hennies (DBV-Vizepräsident und Präsident des Landvolk Niedersachsen)
© BBV Demonstranten ziehen durch die Würzburger Innenstadt

Gemeinsames Positionspapier

  • Bayerischer Bauernverband
  • Bayerischer Jungbauernschaft
  • Bayerischer Waldbesitzerverband
  • Familienbetriebe Land & Forst - Bayern